Cover Stories



„Tempel“-Star Ken Duken: Wie ich mit „Nevermind“ von Nirvana aufwuchs


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Kämpfer in Serie: Ken Duken ist ab dem 29. November immer dienstags auf ZDFneo in der Serie „Tempel“ zu sehen. Darin spielt er den Exboxer Mark Tempel, der mit seiner Familie in Berlin-Wedding lebt und es mit der Immobilienmafia aufnimmt.

Das sind ja Berufsziele… #Tempel – ab 20:15 in der Mediathek oder ab 21:45 im TV!!!#Tempel #KenDuken #TvTipp #Serie pic.twitter.com/LFNs8oyIpC

 

Ken Duken
Ken Duken

Ken Duken über Nirvana und „Nevermind“

In unserer Reihe „Cover Stories“ erzählen Prominente von wichtigen Platten ihres Lebens.

Ich bin in Garmisch aufgewachsen, und die Amerikaner, die bei uns stationiert waren, haben mich popkulturell sehr beeinflusst. Musik habe ich vor allem beim Snowboarden gehört, deswegen war mein bevorzugtes Medium auch die Kassette, und ich bin noch mit der leider vergessenen Kulturtechnik vertraut, das Band mit einem Kugelschreiber manuell aufzurollen. Freunde haben mir immer irgendwelche Kassetten gegeben – und ich habe oft gar nicht gewusst, was ich da eigentlich hörte.

„Ich war stinksauer“

Auf diesem Weg habe ich auch das erste Mal Nirvana gehört – ihr erstes Album, „Bleach“. Bei uns zu Hause lief alles, von Klassik bis Kuschel­rock. Nirvana war dann das Erste, was ich wirklich für mich allein hatte. Das zweite Album der Band, „Nevermind“, war dann das erste, das ich mir tatsächlich selbst gekauft habe, nicht auf Kassette, sondern auf CD. Ich bin dann auch ein paarmal mit dem Discman zum Snowboarden, aber das war eine Katastrophe.

Als Kurt Cobain sich das Leben nahm, steckte ich mitten in der Pubertät. Und nach seinem Tod feierte plötzlich jeder Nirvana – und wie das immer so ist, wenn man etwas entdeckt hat, fühlt man sich ein bisschen beleidigt, wenn plötzlich alle es kennen. Während viele meiner Freunde dann einen regelrechten Kult aufgebaut haben, habe ich mit dem Grunge gebrochen. Ich war stinksauer – es war fast so, als würde man mit jemandem Schluss machen. Ich bin dann erst mal auf HipHop umgestiegen.

aufgezeichnet von Maik Brüggemeyer

Vittorio Zunino Celotto Getty Images for ZFF