Terror-Verdacht: „Rock am Ring“ am Freitag abgebrochen – Liveticker


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Die Veranstalter von „Rock am Ring“ haben das Festival am Freitag gegen 21 Uhr abgebrochen. Die Polizei soll dies wegen einer konkreten terroristischen Gefährdungslage gefordert haben.

Die Organisatoren teilten mit, dass sie alle Besucher dazu aufgefordert haben, das Gelände zu verlassen. Die Unterbrechung kam laut RP-Online während eines Konzerts der Broilers. Bisher verlaufe die Räumung ruhig und ohne größere Probleme. Besucher, die auf dem Gelände sind, schreiben im Netz davon, dass keine Angst herrsche und auch keine Panik ausgebrochen sei, als die Ankündigung des Abbruchs kam. Sicher tragen einige Fans Trauer, dass sie den für 22.30 Uhr angesetzten Gig von Rammstein nun nicht miterleben können.

 „Rock am Ring“-Abbruch: Marek Lieberberg über die Gründe

Veranstalter Marek Lieberberg äußerte sich bereits vor Pressevertretern zur Lage vor Ort: Es habe wohl im Helfer-Bereich eine Person gegeben, deren Identität nicht klar festgestellt werden konnte. „Nach meiner Einschätzung ist es eine Präventivmaßnahme der Polizei. Diese sieht die Gefährdungslage weiter als gegeben an“, so Lieberberg auf der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. „Ich hoffe und wünsche, dass wir morgen weitermachen können“. Die Polizei macht derzeit keine weiteren Angaben zu konkreten Hintergründen.

Später fügte Lieberberg noch durchaus wütend hinzu:“Ich habe das Gefühl, dass wir immer der Prügelknabe sind für eine Situation, die wir gar nicht verschuldet haben.“ Später sagte er noch: „Wir sind der Arsch der Nation. (…) Ich fühle mich entsetzlich leer und ausgepowert. Ist das das Ergebnis unserer wehrhaften Demokratie? Was wird als nächstes abgesagt?“ Der Ärger dürfte verständlich sein, musste „Rock am Ring“ doch auch schon letztes Jahr frühzeitg abgebrochen werden. Grund war das unberechenbare Wetter und zahlreiche Verletzte nach mehreren heftigen Gewittern.

Festivalveranstalter Marek Lieberberg fordert die Besucher von "Rock am Ring" auf, das Gelände zu verlassen
Festivalveranstalter Marek Lieberberg fordert die Besucher von „Rock am Ring“ auf, das Gelände zu verlassen

Schon vor dem Start von „Rock am Ring“ waren die Sicherheitsvorkehrungen stark erhöht worden. Festivalbesucher wurden gebeten, keine Wasserflaschen mitzubringen. Auch Rucksäcke oder größere Taschen dürfen nicht aufs Gelände. Nach Angaben von RP-Online sollen 1.200 Polizisten und Zivilbeamte vor Ort sein.

Update

23:25: Trotz der Terror-Gefährdungslage haben die Ereignisse auf dem Nürburgring keine Auswirkungen auf „Rock Im Park“. Hier laufen die Konzerte wie geplant weiter.

22:58: Wie geht es mit „Rock am Ring“ weiter? Das werde morgen nach einer Lagebesprechung geklärt, so der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz. Um 11 Uhr werde die Öffentlichkeit informiert.

22:50: Besucher berichten auf Twitter, dass schon vor der Räumung des Geländes ein Hubschrauber über dem Nürburgring kreiste. Inzwischen hat sich laut Focus.de auch der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) zur Lage geäußert. Die Ermittlungen liefen demnach auf Hochtouren. „Es gibt ein paar Punkte, auf die sich konzentriert wird“, sagte Lewentz. Das Festivalgelände werde nun genau untersucht. Weitere Details nannte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sei aber über die Lage informiert worden.

22:48: Die Polizei Koblenz hat ein Infotelefon eingerichtet. Die Nummer: 08006565651.

22:45: Spürhunde sollen zur Zeit das Festivalgelände vor allem an der Hauptbühne absuchen.

22:42: Fast alle Festivalbesucher nahmen die brenzlige Situation mit viel Ruhe und Gelassenheit hin. Einige sangen auf dem Weg vom Gelände herunter den Stadion-Hit „You’ll Never Walk Alone“, wie ein YouTuber festhielt.

22:32: Bei der verdächtigten Person soll sich um einen Mann handeln, der im Vorfeld Sicherheitsstäbe aufgebaut habe. Möglicherweise wurde die Person von der Polizei als Gefährder identifiziert.

22.28 Uhr: Inzwischen ist das gesamte Festivalgelände laut Polizei geräumt. Zur Zeit wissen man aber noch nicht, wann das Gelände wieder eröffnet werden könne.

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Thomas Frey picture alliance / Thomas Frey/d