The Who und Quadrophenia: War’s das jetzt?


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Pünktlich zur Veröffentlichung des „Quadrophenia“-Box-Sets, wird das Konzeptalbum von 1973 von The Who-Gitarrist und Sänger Pete Townshend hervorgehoben – und zwar als das beste Album von The Who, dem eigentlich keine Veröffentlichung der Band danach mehr das Wasser reichen konnte.

Auf einer Q & A-Session in London sagte Townshend: „Für mich fühlte es sich so an, als sei es das Ende gewesen. Der Grund, warum ich so viel Zeit in die Arbeit an dieser neuen Edition investiert habe, ist: Weil es ein epochales Album ist, das letzte große Album von The Who“.

Schwingt da etwa ein wenig Townshend-Endzeitstimmung mit? Oder will er nur noch mal unterstreichen, dass nicht nur die Box deluxe ist, sondern auch Quadrophenia selbst?

Das „Quadrophenia“-Box-Set enthält ein Remaster des Original-Doppelalbums, bisher unveröffentlichte Demos, einschließlich einiger Songs, die es nicht auf der Erstauflage zu hören gibt. Dazu eine exklusive DVD, ein Buch mit Hardcover, bisher unveröffentlichte persönliche Notizen und Fotos. Neben dem Boxset erscheinen auch eine Doppel-LP, ein 2-CD Digipack und digitale Versionen.

Es sei mal dahingestellt, dass nach dieser Überraschungsbox nichts mehr kommen soll. Schließlich befinden wir uns ja nicht mehr im Jahr 1973 – und wenn Townshend schon von da an das Gefühl hatte, dass Quadrophenia das Ende von The Who markiert, dann hat er sich ja schließlich auch schon an das Gefühl gewöhnt. Und kann damit 2011 auch weiter leben und Musik machen, oder?