Tiger Woods bei DUI-Verhaftung mit Hydrocodon-Tabletten in der Tasche: Bericht
Neue Details aus dem Polizeibericht zu Tiger Woods' Unfall in Florida – und ein weiteres dunkles Kapitel in der Geschichte des Golfstars.
Im Zusammenhang mit dem Überschlagsunfall und der anschließenden DUI-Verhaftung von Tiger Woods in Florida sind neue Details ans Licht gekommen, die ein klareres – wenn auch beunruhigendes – Bild der Umstände zeichnen und ein weiteres Kapitel in den anhaltenden persönlichen Schwierigkeiten der Golflegende aufschlagen.
Wie „The Athletic“ unter Berufung auf eine am Dienstagmorgen (31. März) vom Martin County Sheriff’s Office veröffentlichte Verhaftungserklärung berichtet, wurde Woods wegen Trunkenheit am Steuer, Sachbeschädigung und Verweigerung eines rechtmäßig angeordneten Urintests angeklagt. Der Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 27. März.
Nach dem Unfall gab Woods gegenüber der Polizei an, er habe kurz vor der Kollision auf sein Handy geschaut, während er in seinem Range Rover den Radiosender wechseln wollte, und sei dabei mit einem Anhänger zusammengeprallt, der von einem Ford F-150 gezogen wurde. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich Woods‘ Fahrzeug auf die Fahrerseite; er saß eingeklemmt im Wagen und musste vom Fahrer des Ford-Trucks sowie einem weiteren Zeugen befreit werden.
Hydrocodon und Atemalkohol
Die eintreffenden Beamten beschrieben Woods‘ Zustand als „lethargisch“ und verzeichneten weiteres besorgniserregendes Verhalten. Bei ihm wurden angeblich zwei Hydrocodon-Tabletten in seiner Hosentasche gefunden; auf die Frage nach seinem Umgang mit verschreibungspflichtigen Medikamenten räumte er ein, „ein paar“ genommen zu haben.
Hydrocodon, besser bekannt unter dem Handelsnamen Vicodin, ist ein Opioid-Schmerzmittel, das bei mittelschweren bis starken Schmerzen verschrieben wird. Zu den Nebenwirkungen zählen unter anderem Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen und verlangsamte Atmung – Faktoren, die die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen können.
Deputy Tatiana Levenar hielt fest, Woods habe „stark geschwitzt“, obwohl es im Fahrzeug kühl gewesen sei. „Woods‘ Bewegungen waren träge und langsam“, heißt es im Bericht, den „The Athletic“ zitiert. „Beim Gehen beobachtete ich, wie Woods hinkte und nach rechts taumelte … Ich fragte Woods, ob er in der Lage sei, Aufgaben wie Gehen und Bein heben auszuführen. Woods erklärte, er habe einen Gang und sein Knöchel verkrampfe sich beim Laufen.“
Atemtest negativ, Urintest verweigert
Woods ließ die Nüchternheitsübungen zwar über sich ergehen, soll dabei aber wiederholt Anweisungen benötigt haben. Da er den Urintest verweigerte, bleibt unklar, welche Substanzen zum Zeitpunkt seiner Verhaftung genau in seinem Blut waren. Allerdings beteuerte Woods, nicht unter Alkoholeinfluss gestanden zu haben – eine Aussage, die durch das Ergebnis eines Atemalkoholtests bestätigt wurde.
Woods‘ Pressevertreter reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage von ROLLING STONE.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie früherer Vorfälle rund um Alkohol am Steuer und den Kampf gegen die Abhängigkeit von Schmerzmitteln ein – Probleme, die das einst makellose öffentliche Bild von Woods nachhaltig beschädigt haben. Er hatte sich nach mehreren Operationen bereits in Behandlung begeben, um seine Abhängigkeit von Schmerzmitteln zu überwinden.
Karriere und Gerichtstermin
Weder Woods noch der andere Fahrer erlitten schwere Verletzungen.
Woods‘ dominante Golfkarriere umfasst 15 Major-Titel – nur Jack Nicklaus hat mehr – sowie 82 Siege auf der PGA Tour, was ihn zu einer prägenden Figur des Sports macht. Doch seine persönlichen Eskapaden haben sein Erbe und sein öffentliches Ansehen zunehmend überschattet.
Woods‘ erster Gerichtstermin in dieser Sache ist für den 23. April angesetzt.