Tiger Woods plädiert nach Überschlagsunfall auf nicht schuldig und kündigt Behandlung an
Der Golfstar wurde nach einem Unfall in Florida wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt – und meldet sich nun mit einer persönlichen Erklärung.
Tiger Woods hat am Dienstag (31. März) in einem beim Martin County Circuit Court eingereichten und ROLLING STONE vorliegenden Gerichtsdokument auf nicht schuldig plädiert – nach einem Überschlagsunfall der vergangenen Woche in Jupiter Island, Florida.
Woods wurde wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss (DUI), Sachbeschädigung sowie der Weigerung, eine rechtmäßig angeordnete Urinprobe abzugeben, angeklagt. Der Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 27. März. Anwalt Douglas Duncan aus West Palm Beach reichte Woods‘ Unschuldsplädoyer ein und beantragte ein Geschworenengericht. Duncan erklärte zudem, Woods verzichte auf seine Anhörung zur Anklageverlesung, die ursprünglich für den 23. April angesetzt gewesen war.
Duncan reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage von ROLLING STONE. Er ist derselbe Anwalt, der den Golfstar bereits nach dessen DUI-Verhaftung im Jahr 2017 vertreten hatte.
Woods kündigt Behandlung an
Woods hat in den sozialen Medien angekündigt, sich in Behandlung zu begeben. „Ich kenne und verstehe den Ernst der Lage, in der ich mich heute befinde“, schrieb Woods in einer am Dienstag auf X veröffentlichten Erklärung. „Ich ziehe mich für eine Zeit zurück, um Behandlung zu suchen und mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Das ist notwendig, um meinem Wohlbefinden Vorrang zu geben und auf eine dauerhafte Genesung hinzuarbeiten.“
Er fuhr fort: „Ich bin entschlossen, mir die Zeit zu nehmen, die ich brauche, um an einen gesünderen, stärkeren und fokussierteren Ort zurückzukehren – persönlich wie beruflich. Ich schätze Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung und bitte zu diesem Zeitpunkt um Privatsphäre für meine Familie, meine Liebsten und mich.“
Ebenfalls am Dienstag wurden Details zu dem Überschlagsunfall und Woods‘ jüngster DUI-Verhaftung bekannt. Laut einem vom Martin County Sheriff’s Office veröffentlichten Verhaftsprotokoll, das „The Athletic“ vorliegt, soll Woods der Polizei nach dem Zusammenstoß erklärt haben, er habe kurz vor dem Aufprall auf sein Handy geschaut, während er in seinem Range Rover das Radio umschalten wollte – und sei dabei in einen Anhänger gefahren, der von einem Ford F-150 gezogen wurde. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich Woods‘ Fahrzeug auf die Fahrerseite; er war in seinem Wagen eingeklemmt, bis ihm der Fahrer des Ford-Trucks und ein weiterer Passant zu Hilfe kamen. Weder Woods noch der andere Fahrer erlitten schwere Verletzungen.
Hydrocodon und Feldnüchternheitstest
In Woods‘ Hosentasche sollen zwei Hydrocodon-Tabletten gefunden worden sein; auf Nachfrage zu seiner Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente räumte er ein, „ein paar“ genommen zu haben. Woods absolvierte die Feldnüchternheitsübungen, benötigte dabei Berichten zufolge jedoch wiederholt Anweisungen. Er bestand darauf, nicht unter Alkoholeinfluss zu stehen – eine Aussage, die durch das Ergebnis eines Atemalkoholtests bestätigt wurde.