„Titanic“ und „Aliens“: Komponist James Horner stirbt bei Flugzeugabsturz

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„Titanic“ und „Aliens“: Komponist James Horner stirbt bei Flugzeugabsturz

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James Horner ist tot. Der Hollywoodfilm-Komponist starb bei einem Absturz mit seinem Privatflugzeug am Montag (22. Juni) in Südkalifornien, 60 Kilometer nördlich von Santa Barbara. Horner selbst saß im Cockpit, er wurde 61 Jahre alt.

Der zweifache Oscarpreisträger (1998; Beste Filmmusik, „Titanic“, Bester Filmsong: „My Heart Will Go On“) startete seine Karriere in den späten Siebzigerjahren, für den Talent-Entdecker Roger Norman durfte er bereits 1980, im jungen Hollywood-Komponisten-Alter von 26 Jahren, den Score für „Battle Beyond The Stars“ schreiben. Danach stieg Horner, der Fernseharbeiten von Anfang an abgelehnt hatte, raketengleich zu einem der gefragtesten Komponisten des Fantasy- und Thriller-Genres auf. Oliver Stones „The Hand“ sowie „Wolfen“ kamen 1981, schließlich zwei „Star Trek“-Filme („Der Zorn des Khan“, 1982  – Spocks Todesszene wäre nur halb so traurig gewesen ohne Horners Begleitung –  sowie „The Search For Spock“, 1984), deren Filmmusiken noch mehr gefeiert wurden als die berühmte Vorlage von Jerry Goldsmith 1979.  Künstlerischer Höhepunkt war der wunderschöne Fantasy-Score zu „Krull“, in dem sein Orchester das Fliegen lernte,  dann kamen Schlag auf Schlag „Gorky Park“, „Something Wicked This Way Comes“, „Brainstorm“ und „Testament“ (alle 1983). Anerkennung fanden die militärisch anmutenden Kompositionen für „Commando“ mit Arnold Schwarzenegger sowie „Aliens“, das ihm 1986 seine erste Oscar-Nominierung einbrachte und den Beginn einer Freundschaft zu Regisseur James Cameron markierte; zuletzt orchestrierte James Horner für Cameron 2009 „Avatar“. Zehn weitere Oscar-Nominierungen sollten von „Aliens“ an bis heute für ihn folgen, neben John Williams und Jerry Goldsmith war Horner fortan der gefragteste Genre-Komponist.

1998 schließlich erhielt James Horner zwei Oscars, er war mit gerade einmal 44 Jahren auf dem Gipfel angekommen. „Bitte keine Streichermusik!“ soll James Cameron seinen Freund gebeten haben, als es zuvor an die Arbeit für „Titanic“ ging. So ganz konnte Horner diesem Wunsch nicht folgen, sein süßlicher Score wurde, auch dank des von Celine Dion gesungenen Lieds „My Heart will go on“, zum erfolgreichsten Soundtrack aller Zeiten –30 Millionen verkaufte Einheiten.

Auf „Titanic“ folgten weitere Großaufträge, darunter „Apollo 13“, „Spiderman“ und „Troy“. Zuletzt arbeitete James Horner an Antoine Fouquas Thriller „Southpaw“ mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle, der Film kommt in diesem Jahr in die Kinos.

Sehen Sie in der Videogalerie – James Horners beste Filmmusiken:

 

 

 

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