Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison verstorben

Toni Morrison ist tot. Wie die Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus dem Freundeskreis der Literaturnobelpreisträgerin bestätigt wurde, ist die amerikanische Schriftstellerin Montagnacht (5. August 2019) nach kurzer Krankheit im New Yorker Montefiore Medical Center verstorben. Sie wurde 88 Jahre alt.

„Auch wenn ihr Tod einen unfassbarer Verlust für uns darstellt, sind wir sehr froh, dass sie ein langes und erfülltes Leben hatte. Wir danken allen, die sie kannten, persönlich oder durch ihre Werke, für ihre Unterstützung in dieser schwierigen Zeit, bitten aber trotzdem um Privatsphäre, um im Kreise der Familie trauern zu können“, heißt es in einer Stellungnahme ihrer Familie, wie der „Guardian“ berichtete.

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Morrison begann ihre Karriere als Verlagslektorin, erlangte aber mit ihren visionären und kraftvollen Romanen wie „Menschenkind“, der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, und „Sehr Blaue Augen“ bald internationale Berühmtheit. 1993 erhielt sie nach der Veröffentlichung von „Jazz“, dem zweiten Teil ihrer „Menschenkind“-Trilogie, den Literaturnobelpreis.

Zu Morrisons kommerziellem Erfolg trug auch Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey mit bei. Diese spielte in der Filmadaption von „Menschenkind“ aus dem Jahr 1998 eine tragende Rolle und nahm vier ihrer Werke in ihre „Buchclub-Empfehlungen“ mit auf. 2012 wurde Morrison von Barack Obama mit der „Presidential Medal of Freedom“ ausgezeichnet. Ihr letzter Roman „Gott, hilf dem Kind“ erschien 2015.


Coldplay: Geschichte einer enttäuschten Liebe

Was ist nur aus dieser Band geworden, die einmal so treffend den „Trouble“ nach der verloren gegangenen Liebe besang, sich in die Gehirnwindungen eines Wissenschaftlers vergraben konnte, das erbarmungslose Verstreichen der Lebenszeit in eine grelle Klavier-Tanz-Nummer überführte und den Titel eines ihrer kürzesten und schönsten Songs dem goldenen Mantra eines Kultbuchs für Nerds und Studenten entlieh? Ich muss zugeben, dass ich an Coldplay verzweifle. Ich kann nicht begreifen, wie es möglich sein kann, dass vier doch recht begabte Typen, die einen Haufen unsterblicher Lieder geschrieben haben, plötzlich aufgehört haben, Musik zu machen. Oder wenigstens Musik, die berühren will. Wie sensibel…
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