TV Noir: mit Enno Bunger und Wolfgang Müller

TV Noir ist eine Singer-Songwriter Show, die einmal im Monat in Berlin im Heimathafen Neukölln vor einem Livepublikum aufgezeichnet wird. Der Ablauf ist dabei immer ähnlich, aber nie gleich: zwei Künstler – Solisten oder ausgewählte „Sprecher“ einer Band – nehmen links und rechts von Erfinder und Moderator Tex auf der Bühne Platz. Auf einer kleinen Sitzlandschaft mit gemütlichem Sofa, Stehlampe, Tisch. Nebenan stehen Barhocker, ein Mikrofon, Instrumente bereit und warten auf ihren Einsatz. Unplugged. Kreischende Gitarren und wummernde Bässe sind hier Fehlanzeige, Ohrenstöpsel benötigen selbst die Zartbesaiteten nicht. Das Publikum belohnt es mit andächtigem Zuhören, wie man es sonst sehr selten erlebt. Das Ergebnis kann man dann bestaunen unter: tvnoir.de oder facebook.com/tvnoir. In der Flimmerkiste: jeden 2. Freitag im Monat um 23.30 Uhr auf ZDFkultur.

Wer hätte gedacht, dass aus dem ostfriesischen Leer außer Enno Bunger noch eine andere bekannte Persönlichkeit stammt. In der Tat drückte Scooter-Frontman HP Baxter die gleiche Schulbank wie Enno und so schloss sich in der TV Noir Show der Kreis. Enno durfte sich nämlich dank eines glücklichen Zurufs aus dem Publikum an einer Coverversion der Technogiganten versuchen. Dass der Song „Hyper, Hyper“ in seinen Händen eine ganz neue Virtuosität entwickelt, haben wir für Euch in diesem Clip aus der Show festgehalten. Im Übrigen spielt der junge Mann auch ganz hervorragende eigene Lieder, unter anderem während der TV Noir Konzerte #8. Hier wird er sich die Bühne mit Me And My Drummer im gemütlichen Rahmen teilen und im Januar und Februar 2013 in ganz Deutschland zu sehen sein.

Enno Bunger – „Hyper Hyper (Scooter Cover)“:

Wolfgang Müller hat gerade vor Kurzem sein neues Album „Über die Unruhe“ veröffentlicht. Etwas länger her ist sein gemeinsamer Auftritt mit TV Noir Moderator Tex, als 2010 die TV Noir Klassenfahrt in zahlreichen Städten haltmachte. TV Noir lud zu diesem Anlass einen Künstler aus der jeweiligen Stadt auf die Bühne ein und im April traf sich Tex mit Wolfgang in Hamburg. Schon damals zeigte sich in seinen Songs eine innere Unruhe, die sich in nachdenklichen, melancholischen Texten manifestierte. Seine Gitarre verwendete er nur, um die Melodie seiner Stimme zu unterstreichen und schaffte es so, dass seine Worte die Zeit und den Raum bekommen, um ihrem Inhalt entsprechend zu wirken.

Wolfgang Müller – „Unterschiedlich schwer“:


Nico: It Has Not Taken Long

Nico, das ist der dunkle Geist eines Landes, das nie so sein wird wie andere. Ihre Musik ist von furchteinflößender Schönheit, ihr Akzent so hart wie das Geräusch marschierender Stiefel. „Das Lied der Deutschen“ sang sie mit allen Strophen – nicht als Exorzismus, als den Jimi Hendrix seine Version von „Star Spangled Banner“ anlegte, sondern als quälende Selbstgeißelung. Mit angehaltenem Atem steht man vor diesem Werk, das so schwermütig ist, so romantisch und so deutsch. Reise ans Ende der Nacht „The Velvet Underground & Nico“ zeigte uns noch das blonde Model. Die Muse von Andy Warhol, mit der die Musiker…
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