TV-Fußnoten

TV-Tipp: „Die Chefin“

Katharina Böhm ermittelt wieder - und beweist in vier neuen Fällen ihre Ausnahmestellung unter den deutschen Kommissarinnen.

Es ist endlich wieder so weit: „Die Chefin“ kehrt zurück. In vier neuen Folgen ermittelt Vera Lanz in München und Umgebung. Am Freitag geht es mit „Treibjagd“ gleich heftig los. Eigentlich soll es nur eine harmlose Verkehrskontrolle auf dem Land sein, doch dann wird auf zwei Polizisten geschossen, und beim ersten Aufklärungsversuch geraten Vera (Katharina Böhm) und ihr Kollege Jan Trompeter (Stefan Rudolf) in einen Hinterhalt, der für Trompeter tödlich enden könnte. Er wird schwer verletzt und verschleppt, ein Kampf gegen die Zeit beginnt. Wird man ihn rechtzeitig finden? Klar, das ist an sich keine spannende Frage, denn Trompeter gehört zur „Chefin“ wie Harry Klein zu Derrick. Aber wie sich diese Suche gestaltet!

Vera leidet nicht an den Umständen – sie handelt!

Vera muss in das verschnarchte Kaff Moosberg eindringen, in der rustikalen Wirtschaft schlägt ihr Misstrauen, ja sogar offene Feindseligkeit entgegen – den ewig Gestrigen ist die selbstbewusste Frau aus der Stadt suspekt. Das Jäger-Milieu wirkt ebenso wenig vertrauenserweckend, und selbst die Kollegen von der örtlichen Polizei sind problematisch. Kurzum: Vera hat wieder gegen eine Menge Widerstände zu kämpfen, und natürlich macht sie das famos – mit der ihr gegebenen Lässigkeit, aber zugleich mit einer patenten Bestimmtheit, die sie von vielen anderen, teils ja recht labilen Kommissarinnen unterscheidet. Vera leidet nicht an den Umständen, zumindest nicht über Gebühr, sondern sie handelt. Doch natürlich hat auch sie einen Schwachpunkt – den wird man dann in Folge zwei namens „Liebe“ sehen, wenn der ebenso wunderbare Bernhard Schir wieder ein Gastspiel hat. Bleiben Sie dran!

„Die Chefin“ läuft freitags um 20.15 Uhr im ZDF.

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