Versöhnung durch den Eiskübel? Bon Jovi fordert Ex-Gitarristen Richie Sambora heraus


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Anscheinend bewirkt die Ice Bucket Challenge nicht nur Gutes für die Erforschung der tückischen Krankheit ALS (wer sich als Herausgeforderter drückt, muss mindestens 100 Dollar zahlen, nach dem Eiswasserbad sind es hingegen nur noch zehn), sondern lässt die Menschen näher zusammenrücken. So erinnerte sich Gwyneth Paltrow, kurz bevor sich das kalte Nass über sie ergoss, an ihren Ex und forderte den bekennenden Warmduscher Chris Martin heraus.

Nun könnte die Challenge auch die abgekühlte Beziehung zwischen Jon Bon Jovi und Richie Sambora noch einmal anwärmen, wie Billboard.com berichtet. Am 16. August ließ sich der Frontmann der Stadionrocker auf die Eiskübelherausforderung ein – und nominierte dann den Bon-Jovi-Keyboarder David Bryan, Drummer Tico Torres und auch Sambora.

Vor einer halben Dekade wäre diese Nominierung das Natürlichste auf der Rockwelt gewesen, aber seit 2013 haben die beiden Musiker nicht mehr gemeinsame Sache gemacht. Sambora ist seitdem auf Solopfaden unterwegs. Ob der Gitarrist nun aus eigenen Stücken gegangen ist oder entlassen wurde, ist bis heute nicht klar. Natürlich gab die Band als offizielle Erklärung die üblichen „persönlichen Gründe“ an. Es gab allerdings auch Gerüchte über finanzielle Streitigkeiten und Drogenmissbrauch.

Seitdem gab es zwischen Bon Jovi und Sambora nur noch wenig Kontakt. Der Sänger erwähnte, dass Sambora endgültig ersetzt werden könnte, was bei Bon Jovi kein Problem wäre – im Gegensatz zu U2, die auf The Edge angewiesen seien. Sambora keilte zurück: „Dann schnappt euch doch The Edge!“ Der Gescholtene gab zu erkennen, dass es ihm lediglich darum ginge, selbstständig Musik zu machen und eine Trennung nie angedacht gewesen wäre. Man habe seine Pläne schlicht abgelehnt, woraufhin sich Sambora entschlossen hätte, sich trotz der Konsequenzen durchzusetzen.

In seinem Video zur Ice Bucket Challenge forderte der Gitarrist allerdings keinen seiner Bandkollegen heraus. Im Juli sagte der 55-Jährige noch: „Eine Wiedervereinigung hängt weniger von meiner als vielmehr von der Stimmung anderer ab. Entweder kommen wir noch einmal zusammen – oder eben nicht.“