Video: System Of A Down spielen episches Konzert in Armenien – Set mit 37 Songs

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Video: System Of A Down spielen episches Konzert in Armenien – Set mit 37 Songs

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Die Mitglieder von System Of A Down haben allesamt armenische Wurzeln – und so war es ihnen ein Anliegen, mit ihrer „Wake Up The Souls“-Tour auch einen Abstecher nach Jerewan, der Hauptstadt des Landes, zu machen. Es ist der erste in der Geschichte der Band. Natürlich war der Besuch am Donnerstag (23. April) nicht nur persönlicher Natur, sondern auch politisch motiviert. Denn in diesen Tagen wird an den Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren gedacht.

System Of A Down sind Volkshelden in ihrer Heimat, weswegen der für Besucher kostenfreie Auftritt auf dem Platz der Republik in Jerewan für Polizisten und Sicherheitskräfte einem Kraftakt gleichkam. Die Band spielte zur Freude ihrer Fans ein 2,5-stündiges Set mit insgesamt 37 Songs.

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Natürlich ging Sänger Serj Tankian mit deutlichen Worten auf die Ereignisse von 1915 ein, als Angehörige der armenischen Elite in der damaligen osmanischen Hauptstadt Istanbul aufgrund eines Deportationsgesetzes festgenommen, gefoltert und hingerichtet wurden. Zudem forderte er lautstark Entschädigungszahlungen für die 1,5 Millionen Armenier, die dem Genozid zum Opfer fielen.

Die Tour von System Of A Down steht auch inhaltlich im Zusammenhang mit der Hoffnung, dass derartige Gewaltexzesse für immer der Vergangenheit angehören. „Ein Teil davon ist auch, dass Völkermorde immer noch stattfinden, egal ob man solche Ereignisse ‚Genozid‘, ‚Holocaust‘ oder ‚humanitäre Katastrophe‘ nennt“, sagte Tankian auf der Bühne. „Nichts hat sich bisher geändert. Wir wollen aber Teil der Veränderung sein. Wir wollen, dass der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts auch so genannt wird und wir Menschen in der Lage sind, solche grausamen Verbrechen in Zukunft zu verhindern.“