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‚Voller Selbsthass und Zweifel‘: neuer Prozess um Michael Jacksons Todesumstände hat begonnen


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Knapp vier Jahre ist es her, dass Michael Jackson im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis Beruhigungsmitteln starb. Seine Familie sucht nach Entschädigung und hat deshalb Klage gegen den Konzertveranstalter AEG eingereicht. Gestern begann der Prozess.  

AEG organisierte die geplante Comeback-Tour Jacksons und habe den Sänger, so die Hinterbliebenen, bei den Vorbereitungen aufs Äußerste gefordert, ohne dabei auf seinen fragilen Gesundheitszustand Rücksicht zu nehmen. Auch sollen die AEG-Verantwortlichen auf seinen Arzt Conrad Murray Druck ausgeübt haben, um Michael Jackson unter allen Umständen fit zu halten, sagt die Jackson-Familie.

Der Rechtsstreit wird sich vermutlich über die nächsten Monate hinziehen, berühmte Musiker wie Prince und Diana Ross sollen dabei in den Zeugenstand gerufen werden, vermutlich ebenso Jacksons Ex-Frau Lisa Marie Presley sowie seine älteren Kinder Prince und Paris. Zum Prozessauftakt am Montag erschien Jacksons Mutter Katherine in Begleitung von Michaels Geschwistern Randy und Rebbie.

Die Schadensersatzforderungen drehen sich um Beträge im Millionen-, vielleicht sogar im Milliardenbereich. Am ersten Prozesstag legte der Anwalt von Jacksons Familie E-Mails von AEG-Chefs vor, die beweisen sollen, dass der Konzertveranstalter von Jacksons bedenklichem Zustand gewusst habe. Darin wird Jackson als ein „emotional erstarrtes Wrack“ beschrieben,  „voller Selbsthass und Zweifel, jetzt wo es Zeit für die Shows ist. Er hat Todesangst“.


„Simpsons“: Synchronsprecher Harry Shearer zeigt Unverständnis für Rassismus-Vorwurf

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