Wacken Open Air 2013: Bahn wirft Fans aus Zug, etliche Diebstähle auf dem Gelände, Brände


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Besucher des Wacken Open Air Festivals sind – trotz ihres für den Normalbürger oft Furcht einflößenden Aussehens, die Haare, die Tattoos, die Schminke – äußerst friedliche Zeitgenossen.

Auf manche von ihnen trifft das aber anscheinend nicht zu. Angestellte der Deutschen Bahn haben zwölf Metaller und zwei Metallerinnen, die auf dem Weg nach Wacken waren, aus dem ICE geworfen – sie mussten den Zug an einer Haltestelle vor dem Ziel verlassen. Grund: schlechtes Benehmen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, hätten die Fans, die zwischen 16 und 20 Jahre alt sind, im Zug geraucht, Reisende angepöbelt und „laute Heavy-Metal-Musik mit anzüglichen Texten“ gehört.

Die Bahn verbot der Gruppe die Weiterfahrt in dem betreffenden ICE, erlaubte aber den Einstieg in einen anderen Zug. Vorher konfiszierte die Polizei Marihuana und ein Messer: Strafverfahren für die Metal-Fans.

Aber auch vor Ort, im beschaulichen schleswig-holsteinischen Dorf Wacken, brennt die Hütte. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) meldet seit Montag 370 Behandlungen auf dem Gelände. 47 Besucher mussten ins Krankenhaus. Da Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius erwartet werden, rät das Festival-Notfallteam den Metallern ordentlich zu trinken. Wenn möglich keinen Alkohol.

Auf der riesigen Kuhweide ist es auch schon zu zahlreichen Diebstählen gekommen, „im mittleren zweistelligen Bereich“, wie die Polizei mitteilte. Die Räuber hätten sich überwiegend in Zelten zu schaffen gemacht und dabei meistens Geld, Papiere, Handys und Wertgegenstände mitgehen lassen. Einen Raubüberfall mit Verletzung habe in diesem Jahr auch schon auf dem Gelände statt gefunden.

Am Mittwochabend gab es das erste Feuer. Unbekannte schossen mit Leuchtmunition auf Zelte, der Brand wurde von Festivalbesuchern gelöscht.

Gestoppt wurde dann von der Polizei noch der Fahrer eines „Traktors mit mehreren Anhängern“, der im „Partyrausch“ unterwegs war.

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