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‚Wäre gern tot‘: Lana Del Rey – Kritik von Francis Bean Cobain und Lorde

Belehrungen von Jüngeren, und das nicht zu unrecht. Nachdem Sadcore-Queen Lana Del Rey in einem Interview zu Protokoll gab, dass sie sich wünschte bereits tot zu sein gab es Kritik von Kurt-Cobain-Tochter Francis Bean. Laut NME twitterte sie direkt an Del Rey:

“The death of young musicians isn’t something to romanticise. I’ll never know my father because he died young and it becomes a desirable feat because people like you think it’s ‘cool’. Well, it’s fucking not. Embrace life, because you only get one life.”

„Da gibt es nichts zu romantisieren“ – Frances Bean muss es wissen, verlor sie doch ihren Vater Kurt im Alter, als sie gerade einmal zwei Jahre alt war.

In einer Vorahnung distanzierte sich Del Rey bereits zuvor von den Aussagen des Interviews. Doch passt die Aussage perfekt zum mysteriös-traurigen Born-To-Die-Image der Sängerin. Es ist nicht das erste Mal, dass Del Rey für ihre propagierten Inhalte von Jüngeren kritisiert wurde. So nahm die 17jährige Lorde kürzlich Anstoß an den naiv-romantisierenden Texten:

“She’s great, but I listened to that Lana Del Rey record and the whole time I was just thinking it’s so unhealthy for young girls to be listening to, you know: “I’m nothing without you.” This sort of shirt-tugging, desperate, don’t leave me stuff. That’s not a good thing for young girls, even young people, to hear.”

Auch für ihre kürzlich geäußerte Ansicht, dass Feminismus uninteressant sei, wurde Del Rey angegriffen. Sie selbst würde „intergalaktische Möglichkeiten“ bevorzugen, was auch immer das heißen mag. Dem Erfolg tut dies allerdings keinen Abbruch. Del Rey schaffte es mit ihrem aktuellen Album „Ultraviolence“ an die Spitze der US-Charts. Am 20. Juni stellte sie das Werk in der Zitadelle in Berlin vor.


ROLLING STONE im Januar 2020 - Titelthema: Musiker treffen Musiker + Rückblick 2019

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