„War of the Worlds“ dominiert die Razzies und gewinnt den Worst-Picture-Award

Ice Cube als Worst Actor: Das Sci-Fi-Desaster holt fünf Golden Raspberry Awards – die jährliche Feier des schlechtesten Hollywoods.

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Das „War of the Worlds“-Remake mit Ice Cube hat die Golden Raspberry Awards 2026 dominiert und sich fünf Razzies gesichert – bei der alljährlichen Anti-Oscar-Gala, die einen Tag vor der Oscarverleihung Hollywoods größte Flops feiert.

Der direkt auf Streaming erschienene Sci-Fi-Katastrophenfilm fegte beinahe alle Kategorien leer: Er holte den unrühmlichsten aller Awards, den Worst Picture, dazu „Auszeichnungen“ für Worst Actor (Ice Cube), Worst Remake/Rip-Off/Sequel, Worst Director (Rich Lee) sowie Worst Screenplay – das Drehbuch habe „den Klassiker von H.G. Wells adaptiert (oder zerstört)“, wie die Razzies formulierten.

Nur in einer einzigen Kategorie ging „War of the Worlds“ leer aus: „Ice Cube & seine Zoom-Kamera“ unterlagen bei Worst Screen Combo den „sieben Zwergen“ aus dem jüngsten Live-Action-Remake „Snow White“. Auch den Razzie für Worst Supporting Actor räumte „Snow White“ ab – vergeben an „alle sieben künstlichen Zwerge“.

Weitere Gewinner des Abends

Weitere Razzie-Gewinnerinnen und -Gewinner dieses Jahres: Rebel Wilson (Worst Actress für „Bride Hard“) und Scarlet Rose Stallone (Worst Supporting Actress für „Gunslingers“). Eine positive Note setzte der Razzie Redeemer Award, der an frühere Razzie-Träger geht, die anschließend für einen Oscar nominiert werden: Die Auszeichnung ging an Kate Hudson, die 2021 als Worst Actress für „Music“ geehrt worden war. Hudson, bereits Oscar-Preisträgerin für „Almost Famous“, ist am Sonntag bei der Oscarverleihung als Best Actress für „Song Sung Blue“ nominiert.

Bei seiner Veröffentlichung im Sommer 2025 erzielte „War of the Worlds“ zunächst seltene null Prozent auf Rotten Tomatoes und kassierte eine vernichtende Kritik vom ROLLING STONE. „Schlechte Filme hat es schon immer gegeben, und manchmal sind sie so grauenhaft, dass sie sich wieder in etwas Geliebtes verwandeln. Werke wie ‚The Room‘, ‚Sharknado‘ und ‚Repo! The Genetic Opera‘ haben sich auf diese Weise Kultstatus erarbeitet – und dieses neue ‚War of the Worlds‘ wäre froh, in diesem Kanon aufgenommen zu werden“, hieß es in unserer Rezension.

„Leider ist der Film ein derartiges Trümmerfeld, dass ich ihm persönlich den Zutritt für immer verweigere. Nein, danke. Nicht weitergehen. Ist das ein Film oder ein Geldwäscheschema? Er ist nicht mal auf eine erfreuliche Art komisch, weil man sofort aufhört, der Alien-Invasion vor seinen Augen zu folgen, und stattdessen darüber nachdenkt, welche Spielschulden die Schauspieler dieses Films gerade abzubezahlen versuchen.“

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil