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Zahlreiche potenzielle Hits von Paul McCartney und John Lennon landeten im Gedächtnis-Nirvana

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In den 60er Jahren war das Songschreiben noch ein nicht-technisierter Prozess. Was für einige sicher als Zeichen der Authentizität begrüßt wird, birgt aber auch seine Schattenseiten, wie Paul McCartney in „The Evening Standard“ verriet.

Da es zu Beatles-Zeiten nämlich noch keine Aufnahmegeräte gab, mussten sich Paul McCartney und John Lennon beim Schreiben von Liedern ganz auf ihr Gedächtnis verlassen und darin ging laut dem Bassisten der Pilzköpfe einiges verloren. „Die Dinge haben sich ein wenig geändert. Du hast jetzt Aufnahmegeräte, die den Aufnahmeprozess verändern. John und ich zum Beispiel hatten die nicht, als wir mit dem schreiben begannen, wir mussten einen Song schreiben und uns einfach erinnern.“

Doch ein Gedächtnis hat bekanntermaßen auch Lücken: „Und da gab es immer das Risiko, dass wir es einfach vergessen. Wenn du dich am nächsten morgen nicht erinnern konntest – war es verloren. […] Es müssen sicher Dutzende auf diesem Weg verloren gegangen sein.“ Daher übten sich die beiden schnell darin, Titel zu schreiben, die einen hohen Erinnerungswert haben.

Doch die Zeiten haben sich geändert und so sind die Möglichkeiten inzwischen deutlich vielfältiger, auch was Kollaborationen betrifft. McCartny arbeitete kürzlich erst mit Kanye West und fühlte sich durch diese Zusammenarbeit sehr geschmeichelt. „Ich bin glücklich, dass jemand wie Kanye sagen würde ‚Ja, ich würde gerne mit Paul McCartney arbeiten.’“ Mit West schien er einen perfekten Gegenpart gefunden zu haben, denn das Schreiben mit ihm war ebenso fruchtbar wie einst mit John Lennon: „Als ich mit John schrieb, saß er mit einer Gitarre da. Wir arbeiteten Ping-Pong-artig zusammen, bis wir ein Lied hatten. Mit West zu arbeiten, war genau so.“


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Paul McCartney hatte den gospelnden Soul von Aretha Franklin im Hinterkopf, als er 1968 - während der "White Album"-Sessions - mit dem Schreiben des Songs begann. Die erste Songzeile - "When I find myself in times of trouble/ Mother Mary comes to me" - ging auf einen Traum zurück, in dem seine verstorbene Mutter Mary ihm sagte, dass er sich um die Zukunft nicht sorgen solle. "Ich bin mir nicht sicher, ob sie die Worte 'Let it be' benutzte, aber das war die Quintessenz des Traums." Die Beatles hatten Probleme in Hülle und Fülle Einen ganzen Monat lang hatte man…
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