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Wie bestimmen Copyright-Fragen die Zukunft der Musik?


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Im vergangenen Jahr veranstaltete das Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) unter dem Titel „100 Jahre Copyright“ einen Kongress mit Konzerten, Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden, in dem es darum ging, die vielen Probleme, die sich in der digitalisierten Welt mit den geltenden Bestimmungen von Copyright und Urheberrecht ergeben, aufzudecken. In diesem Jahr suchen dort vom 21. Bis 24. November Künstler und Experten unter dem Motto „Right The Right“ nach Lösungen für diese Probleme.

Zur Eröffnung spielt der brasilianische Jazzmusiker Hermeto Pascoal, der vor einigen Jahren erklärte, dass er auf Tantiemen für die Nutzung seiner Kompositionen verzichte. Jan St. Werner von Mouse On Mars hat eine Klanginstallation mit Sounds von The National gebaut, Chicks on Speed, die australische Elektronik-Künstlerin Jasmine Guffon, der in Berlin lebende kanadische Songwriter Dan Bodan und der Programmierer und Soundkünstler Scott Carver setzen sich in ihren speziell fürs Festival komponierten Arbeiten mit Audio-ID-Technologien und algorithmischer Autorschaft auseinander, der Songwriter, Labelgründer und Autor von „The Story Of John Nightly“, Tot Taylor, deckt die Ursprünge berühmter Songs auf, und die Musiker Holly Herndon und Mat Dryhurst sprechen über interdependente Musik. Das vollständige Programm findet sich HIER.

100 Jahre Copyright

Im November erscheint zudem beim Berliner Verlag Matthes & Seitz ein Buch mit dem Titel „100 Jahre Copyright“ zu Geschichte, Problemfeldern und gegenwärtigem Horizont von Copyright und Urheberrecht zwischen USA, Deutschland, Jamaika, Großbritannien, Indien und Kenia. „Das Kerngeschäft mit Musik hat sich schon seit Langem verschoben“, schreiben die Herausgeber Lina Brion und Detlef Diederichsen in der Einleitung, „von Verkauf und Konsumtion von Pro­dukten hin zur Verteilung und Monetarisierung von Kontroll­- und Verwertungsrechten und Lizenzsystemen. Die Kreativen selbst haben bisher wenig daran teilhaben können.“

Eine interessante Lektüre und ein spannendes Festival, auf dem es um nichts weniger geht als die Zukunft der Musik.


Konzerte kommen zurück: Berlin startet Pilotprojekt

In Berlin startet am Freitag (19. März) ein Pilotprojekt der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zum Re-Start von Veranstaltungen in Zeiten der Corona-Pandemie. Dabei kooperieren das Berliner Ensemble, die Berliner Philharmoniker, das Konzerthaus Berlin, die Berliner Clubcommission, die Volksbühne Berlin, die Staatsoper Unter den Linden und die Deutsche Oper Berlin sowie visitBerlin. Wiedereröffnung der Kultur Die Durchführung des Pilotprojekts unter dem Namen „Testing“ prüft dabei die logistische Machbarkeit von Veranstaltungen in Verbindung mit SARS-CoV-2-Antigen-Tests. Hierbei sollen alle damit verbundenen Bedingungen, Vorgaben und Arbeitsschritte in den Kultureinrichtungen und Veranstaltungsorten erprobt werden. Soll heißen: Zuschauer erhielten personalisierte Tickets, würden in Testzentren getestet…
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