Der Probierer

Zum 80. Geburtstag von Warren Beatty: Meistens geht etwas schief


In 55 Jahren trat Warren Beatty in 23 Filmen auf. Er ist ein Gelegenheitsproduzent, ein Gelegenheitsregisseur, ein Gelegenheitsdrehbuchautor. Man könnte sagen: Er hat jede Gelegenheit genutzt, um mit schönen, aufregenden und berühmten Frauen zusammen zu sein – mit Natalie Wood, Joan Collins, Isabelle Adjani, Diane Keaton, Madonna, Anette Bening. Die Filme aber machte er mit Männern – es ist eine Geschichte der Männerfreundschaften, der Symbiosen, Mesalliancen und Zerwürfnisse.

Der Regisseur Joshua Logan entdeckte ihn in den späten 50er-Jahren für den Broadway, Elia Kazan engagierte ihn 1961 für den Film „Splendor In The Grass“, mit Arthur Penn drehte er 1967 „Bonnie und Clyde“, er legte sich bei „McCabe und Mrs. Miller“ mit Robert Altman an, er förderte James Toback, Robert Towne und Hal Ashby, er freundete sich mit Jack Nicholson an, er ermöglichte, versuchte und probierte. Den Oscar bekam er nicht als Schauspieler, sondern als Regisseur – für „Reds“, 1982, das Großprojekt eines Hollywood-Liberalen, so wie auch Robert Redford, der andere Frauenschwarm und Hollywood-Liberale, einen Oscar nicht als Schauspieler, sondern als Regisseur bekam. Und einen Oscar für ihr Lebenswerk bekamen beide Männer später dazu.

Beatty änderte „Bonnie und Clyde“

Waren Beattys Schwester ist Shirley MacLaine – die Mutter war eine Schauspiellehrerin in Richmond, Virginia, und beide Kinder brauchten nur sehr kurze Wege zum Theater und zum Film, sie waren einfach zu gut. Beatty spielte 1959 in einer Fernsehserie mit dem bezeichnenden Titel „The Many Loves Of Dobie Gillis“. Nach Kazans „Splendor In The Grass“ und Robert Rossens „Lilith“ (1964) wurde er für „Bonnie und Clyde“ besetzt; Francois Truffaut war 1966 als Regisseur vorgesehen. Beatty mischte sich dann nicht nur in die Produktion ein und votierte für den jungen Regisseur Arthur Penn – er änderte auch den Film. Clyde Barrows Impotenz, die in einer Szene gezeigt werden sollte, wollte er nicht spielen: Beatty glaubte nicht, dass man ihm Impotenz glauben würde. Und das stimmte ja auch.



Oscar-Verleihung könnte 2021 wegen Corona auf Eis gelegt werden

Es ist ein schwieriges Jahr für die Filmbranche! Aufgrund der Corona-Pandemie sind weltweit die Kinos geschlossen, Filme können nicht gezeigt werden - auch Filmproduktionen ruhen wegen der Ansteckungsgefahr. Das wird sehr wahrscheinlich auch Auswirkungen haben auf den Zeitplan der Academy Awards. Der Oscar wird seit Jahrzehnten im ersten Quartal des Jahres verliehen, zuletzt immer früher im Jahr. Wie „Variety“ berichtet, gibt es nun Pläne, die Veranstaltung zu verschieben. Das erzählte dem Blatt ein Insider. Oscar-Verschiebung: Entscheidung noch nicht getroffen „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie verschoben wird“, teilte eine Quelle dem Fachblatt mit, ergänzte aber, dass es dazu erst Gedankenspiele…
Weiterlesen
Zur Startseite