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Abenteuerliche Fieberträume: 'All is Fever' von Naked Lunch im exklusiven Albumstream

Mit dem neuen Album "All Is Fever" haben Naked Lunch den Karriere-Knick überstanden. Am 01. Februar ist der Veröffentlichungstermin. Wir haben es bereits im exklusiven Stream.


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Naked Lunch

Benannt nach einem Roman von William S. Burroughs werkeln die Österreicher sich seit nun mehr 12 Jahren durch facettenreichen Indie-Pop. Mit "All Is Fever" sind Naked Lunch beim sechsten Studio-Album angekommen, verabschieden sich aber mit neuer Plattenfirma (Tapete) vom Majorlabel und wohl auch von der Idee des Superstardom, welches 1997 so schön besungen wurde.

Der Tapetenwechsel tut der Band offensichtlich gut, mit neuem Tatendrang lebt man elektronisch angehauchte Ideen aus, bewegt sich dabei aber nicht allzu weit aus der Welt des Indie-Gitarren-Pop heraus. In unserer Rezension zur Platte schreiben wir: "Die Musiker haben allerlei erlebt und sich vor einigen Jahren am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen- seither können sie überall hin". Wo sie sich musikalisch gerade befinden, schreiben wir auch: Bei "Synthies und Kristallbögen, Schlagzeuge[n] in Tropfsteinhöhlen, Lieder[n] wie schöne Fieberträume: Die Integrität dieser Kompositionen und die souveräne Produktion von Bassist Herwig Zamernik sind außerordentlich." 

Am 01. Februar wird "All Is Fever" veröffentlicht, hier kann man es sich schon anhören:



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Naked Lunch 3.5 Stars

All Is Fever

Auf dem neuen Album von Naked Lunch hört man die ganzen Jahre: die des Kämpfens, die des Weitermachens, die des In-die-Musik-verliebt-Seins. Die Österreicher haben allerlei erlebt und sich vor einigen Jahren erfolgreich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen – seither können sie überall hin. Am Anfang steht "Keep It Hardcore“, ein Fünfeinhalbminutenepos aus Britpop und Wave Rock, das sich aus einem dunklen Riff in den Himmel erhebt. "Keep it hardcore/ Keep it real/ (…) Like a hammer/ Like a bullet/ Like a bomb“, singt Oliver Welter und bringt damit wohl das Selbstverständnis der Band auf den Punkt. Das folgende "The Sun" ist gleichzeitig britische Tristesse und Spaghettiwesternmusik mit Röhren­glocken, Pauken und barmenden Geigen. Große Gefühle, die "At The Lovecourt“ weiterführt: Das langsam trottende, in Goth und Indie-Rock getauchte Lied klingt wie das feierliche Ende eines bewegenden Films. Dann ist man mittendrin im Album. Der dunkle Schunkler "Shine On“ führt in die Tiefe,...

Tags: Album 2013 / All Is Fever / Naked Lunch

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