'Dieses Video ist in Ihrem Regime leider nicht verfügbar': Russland verbannt Videos von Pussy Riot.
Putins Regierung hat die Videos von Pussy Riot auf den Index gesetzt. Stein des Anstoßes ist dabei hauptsächlich das Video jenes für die Gruppe so verhängnisvollen Auftritts am 21. Februar 2012 in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.
Vor Gericht wurde der Clip nun als "Extremismus" eingeordnet. Damit steht er in einer Reihe von Videos mit terroristischen Inhalten und neonazistischem Gedankengut. Russischen Seitenbetreibern, die die wackelige Aufnahme weiterhin online stellen, droht eine Geldstrafe in Höhe von ungefähr 3000 Dollar.
Maria Alyokhina und Nadezhda Tolokonnikova, zwei Mitglieder der aus dem Umfeld der Künstlergemeinschaft "Voina" stammenden Band, befinden sich weiterhin in Haft.
Dimitrij Medwedew, russischer Ministerpräsident, kritisiert die Haftstrafe dreier Pussy Riot-Mitglieder als "zu hart". Von einem Verständnis des Protestes der Punk-Band kann aber nicht gesprochen werden.
Eigentlich wäre heute die Anhörung gewesen, die den Antrag auf Bewährung der Punk-Band Pussy Riot durchbringen sollte. Jetzt wurde sie aber verschoben. Der Grund: Eine der drei inhaftierten Frauen feuerte ihren Anwalt.
Für die zwei noch in Haft sitzenden Pussy Riot-Mitglieder wird es immer bitterer. Jetzt wurden sie in ein Straflager verlegt, das hunderte Kilometer von Moskau und ihren Familien entfernt ist.