Die ganze Rock- und Popgeschichte auf einem Klick!
von Sebastian Zabel
Foto:
Young Turks
Zu sagen, die Erwartungen seien hoch gewesen, wäre eine grobe
Verniedlichung. Auf dem gerade dem Teeniealter entwachsenen Trio
lastete nach seinem herausragenden Debütalbum mindestens die
Zukunft der britischen Popmusik. Und tatsächlich schließt "Coexist"
erstaunlich angstfrei an "xx" an.
Es ist natürlich kein Dance-Album geworden, wie im Vorfeld der lang erwarteten und oft verschobenen Veröffentlichung geraunt wurde. Es pluckert hier und dort ein bisschen entschiedener als noch vor drei Jahren, zum Beispiel in dem sich sanft hochschunkelnden "Reunion". Auch gibt mal ein stringentes HiHat den Takt an. Und wer will, kann den geringfügig gestiegenen Einsatz von Elektronik auszählen. Alles nicht entscheidend.
Was "Coexist" zur hervorragenden zweiten Platte der zurzeit wohl besten Band Englands macht, ist das Niveau ihrer noch immer von diesem glasklaren, minimalistischen, fein akzentuierten Gitarrenspiel geprägten Songs, sind ihre federleichten Harmonien und der selbstbewusst-schläfrige Wechselgesang von Oliver Sim und Romy Madley Croft. Natürlich auch eine Platte des Monats – und im vergangenen bereits mit einer ROLLING-STONE-Covergeschichte geadelt.
Beste Songs: "Swept Away", "Angels"
Hier gibt es bereits den Albumstream:


Kommentare (1)
Rückzugsgefechte
Wenn es ein Qualitätsmerkmal für Popmusik sein soll, klanggewordene Norwegersocken zu sein, dann ist in den letzten Jahren einiges falsch gelaufen. Statt der Möglichkeit, ein besseres Leben zu haben oder zumindest ein anderer Mensch sein zu können (die Essenz des 80er-Hedonismus), dient Musik jetzt scheinbar nur noch zum Einrichten im mehr schlecht als rechtem Jetzt....(Weiterlesen: http://tentativism.com/2012/09/07/the-xx/)
von tentativis.com am 07. September 2012 20:49 Uhr