Die ganze Rock- und Popgeschichte auf einem Klick!
von Oliver Hüttmann
Foto:
NFP
Filmposter "Babycall"
Anna (Noomi Rapace aus der "Millennium"-Trilogie) ist mit ihrem
achtjährigen Sohn Anders (Vetle Ovenild Werring) in eine
Hochhaussiedlung gezogen. In der dortigen Anonymität fühlt sie sich
sicher vor ihrem gewalttätigen Ex-Mann. Vorsichtshalber legt sie
dem Jungen jedoch noch ein Babyfon ans Bett. Eines nachts ertönen
furchtbare Schreie aus dem Gerät – obwohl Anders seelenruhig
schläft. Im Elektrogeschäft erklärt der Verkäufer Helge
(Kristoffer Joner), die Geräusche könnten von einem fremden
Babyfon in der näheren Umgebung übertragen werden.
Anna macht sich auf die Suche und fühlt sich selbst immer stärker bedroht, zumal ihr das Sorgerecht entzogen werden soll. Ohne reißerische Effekte hält der norwegische Regisseur Pal Sletaune die Balance aus Psycho-Drama und Horror-Thriller aufrecht. Wahn und Wirklichkeit in der Welt seiner seelisch verletzten Protagonistin weisen kaum Trennschärfen auf, triste Atmosphäre und desperate Schockmomente sind mit grausamer Nüchternheit inszeniert. Rapaces enorm intensive Darstellung fesselt bis zum Schluss.

