Die ganze Rock- und Popgeschichte auf einem Klick!
von Oliver Hüttmann
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Good Film
Filmplakat von "Pieta"
So schonungslos, wie Ki-duk zuletzt in seinem Dokumentarfilm
"Arirang" seine Depression ausstellte, blickt der Südkoreaner auch
in seinem 17. Spielfilm auf das Martyrium der Menschen. Der junge
Kang-do (Lee Jeong-jin) verlässt jeden Morgen sein kleines
Apartment, um für seinen Auftraggeber die Schulden bei armen
Handwerkern einzutreiben. Kann jemand nicht zahlen, wird er von ihm
verstümmelt, um die vielfach höhere Versicherungssumme zu
kassieren. Ki-duk braucht für diese Gewaltakte keine expliziten,
blutigen Szenen, allein die Vorstellung schockt schon. Noch
erschütternder wird die Brutalität durch die Panik der Opfer, deren
Flehen unter Kang-dos regungslosem Blick vergeblich ist. Der ist
allerdings nicht als Teufel geboren, sondern innerlich verkrüppelt,
umgeben von einer Aura der Einsamkeit und Trostlosigkeit. Bis eines
Tages eine Frau (Jo Min-su) auftaucht, die sich als seine Mutter
offenbart und von keiner Demütigung vertreiben lässt. Die desperate
Rachegeschichte über Gier und Gnade ist eine symbolisch griffige
Kapitalismuskritik. Mit nüchterner, verstörender Poesie auf den
Punkt inszeniert, erhielt Ki-duk hierfür den Goldenen Löwen von
Venedig.
Hier gibt's den Trailer zum Film:

