Toggle menu

Rolling Stone

Back to top Share
Artikel teilen
  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Whatsapp
  • Email
Search

10 Geheimnisse über den Kultfilm „The Wicker Man“

Kommentieren
0
E-Mail

10 Geheimnisse über den Kultfilm „The Wicker Man“

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von

„The Wicker Man“ gehört zu den wenigen Filmen, über die man sagen kann, was man will – all das könnte niemals das Gefühl umschreiben, das den Zuschauer umweht, wenn er die mysteriöse Horrorfantasie zum ersten Mal sieht. In Erinnerung an Regisseur Robin Hardy, der den einzigartigen Genre-Cocktail aus Horror-, Kriminal- und Musical-Film 1972 drehte und am vergangenen Wochenende im Alter von 86 Jahren verstarb, haben wir noch einmal ein paar erhellende Fakten über „The Wicker Man“ zusammengetragen.

Christopher Lee arbeitete für lau

Ohne Christopher Lee wäre „The Wicker Man“ wohl nie entstanden. Die Rolle des Lord Summerisle war vollständig auf ihn ausgerichtet, außerdem unterstützte er die Produktion maßgeblich mit umfangreicher und auch persönlicher Werbung für den Streifen (was auch nötig war, weil die Produzenten das Material aus Unzufriedenheit über die Inszenierung massiv kürzten). Lee arbeitete zudem vollständig umsonst mit – und bezeichnete seine schauspielerische Leistung als die beste seiner Karriere.

Schottland ohne Schotten

Obwohl „The Wicker Man“ in Schottland spielt und alle Figuren schottischen Ursprungs sind, waren alle fünf Hauptdarsteller keine Schotten: Edward Woodward und Christopher Lee sind Engländer, Diane Cilento stammt aus Australien, Ingrid Pitt ist Polin und Britt Ekland kommt aus Schweden.

The-Wicker-Man-01

Auf ewig unvollständig

Die Produktionsgeschichte von „The Wicker Man“ ist ein einziger Albtraum. Der Streifen wurde von den Produzenten mehrfach stark gekürzt; die Rechte für den amerikanischen Markt sicherte sich Roger Corman. In den USA wurde auch zunächst eine verstümmelte Version gezeigt, bevor sie in Großbritannien startete. Inzwischen existiert neben der „Originalversion“ auch ein Director’s Cut (auf DVD erhältlich) – der ist aber immer noch nicht vollständig. Eine mehrere Minuten lange Rede, die Lord Summerisle über Äpfel hielt, fehlt. Abgesehen davon wurden die Negative, als sie nach der Produktion frisch in den Shepperton Studios eintrafen (wo sie gelagert werden sollten), mit solchen verwechselt, die entsorgt werden mussten.

wicker-man-03

Der trostloseste Ort der Welt

Gefilmt wurde in 1972 in Galloway im Südwesten Schottlands. Die Bewohner des kleinen Städtchens haben allerdings keine guten Erinnerungen an die Dreharbeiten. Schuld daran war Schauspielerin Britt Ekland, die das Dorf als den „trostlosesten Ort auf der Welt“ bezeichnete. Die Produzenten mussten anschließend bei den Behörden dafür um Entschuldigung bitten. Insgesamt wurde „The Wicker Man“ an 25 verschiedenen Örtlichkeiten aufgenommen.

Künstliche Bäume

Obwohl „The Wicker Man“ im Mai spielt, wurde er im Oktober und November 1972 gedreht. Das hatte allerdings zur Folge, dass die Bäume vor Ort keine Blätter mehr trugen. Deswegen wurden für den idyllischen Eindruck einer Szene eigens Bäume künstlich hergestellt. Auch die Anfangsszene – ein Flugzeug kreist über dem schottischen Gelände – wurde deswegen in Südafrika gedreht.

Wicker-Man03

Double für Britt Ekland

Britt Ekland, die in dem Film Willow, die Tochter des Wirts, spielt, wurde schlussendlich von Annie Ross synchronisiert. Zusätzlich gibt es eine prominente Nacktszene, bei der sie ein Body-Double erhielt. Grund dafür war allerdings nicht Eklands Scheu vor Hüllenlosigkeit, sondern ihre Schwangerschaft. Die Darstellerin erwartete gerade ihren Sohn Nikolay. Die Sequenzen wurden erst aufgenommen, als Ekland das Set bereits verlassen hatte. Die Schwedin war darüber sehr verstimmt – doch die Ursachen dafür scheinen nicht eindeutig geklärt. Während Ekland behauptet, erst wenige Wochen schwanger gewesen zu sein und so für sie kein Problem gewesen wäre, die Nacktszenen zu spielen, wird Regisseur Hardy zitiert, dass die Mimin angeblich unzufrieden mit ihrem Po war und deshalb nicht von hinten gefilmt werden wollte. Bis heute gibt Ekland keine Autogramme auf Bilder aus „The Wicker Man“, wo sie nackt zu sehen ist, weil es sich dabei ihrer Meinung nach nicht um Fotos von ihr handelt.

Wicker-Man-04

Deutschland sah erst viel später zu

Bis zum Jahr 2009 war „The Wicker Man“ in Deutschland nirgendwo zu sehen. Der Film lief in keinem Kino und auch nicht im Fernsehen. Inzwischen ist „The Wicker Man“ (inklusive Director’s Cut und in der originalen englischsprachigen Version) allerdings auf DVD erhältlich.

Wicker-Man-05

Kult-Soundtrack

Die in dem Film zu hörenden Songs (allesamt bereits vor den Dreharbeiten aufgenommen worden) begeistern mit ihrer melancholischen Stimmung, aber auch den zuweilen frechen, erotisierten Texten. Die Lyrics zum Song „Corn Rigs Are Bonnie“ – noch heute auf vielen Samplern zu finden – stammen von Dichter Robert Burns aus dem Jahr 1775. Das letzte Lied, das im Film zu hören ist und von all den Inselbewohnern rund um den Opfergang gesungen wird, stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und galt als Lobgesang für den bald wieder eintretenden Frühling. Christopher Lee war Zeit seines Lebens begeistert von der Musik und bezeichnete sie als die beste, die er je in einem Film gehört hätte.

Geheimnisse der berühmten Schlussszene (1)

Für die inzwischen legendäre (und von Radiohead im Video zu ihrem neuen Song „Burn The Witch“ zitierte) Abschlusssequenz befand sich Schauspieler Edward Woodward in dem gigantischen Weidenkorbmann und eine Ziege wurde über ihm drapiert. Weil das Tier um sein Leben fürchtete, urinierte es auf den Schauspieler. Obwohl Britt Ekland später behauptete, dass einige der zu sehenden Lebewesen sterben mussten, gaben die Produzenten an, dass sich während des Feuers kein Tier mehr in dem „Wicker Man“ befand.

Geheimnisse der berühmten Schlussszene (2)

Damit Woodward in der schwierigen Szene den Überblick behalten konnte, wurden ihm Karten auf den nahegelegenen Felsen aufgestellt, von denen er seinen Text ablesen konnte. Der Darsteller hatte das Gebilde zuvor nur auf Zeichnungen gesehen und betrachtete es erst in voller Größe, als die entscheidenden Aufnahmen gemacht wurden. Das aufwändige Requisit wurde in Burrowhead (Südwestküste von Schottland) aufgebaut und später auch verbrannt. Die Stümpfe davon befinden sich immer noch dort und werden Jahr für Jahr von Hunderten Filmfans besichtigt.

the-wicker-man-5

Kommentieren
0
E-Mail

Nächster Artikel

Vorheriger Artikel
Kommentar schreiben