111 Songs: Atari Teenage Riot – „Deutschland (Has Gotta Die)“

Friede, Freude, Eierkuchen“, das Motto der ersten Loveparade, schien für den gesamten Einstieg ins Jahrzehnt zu gelten. Zumindest in den frisch belebten Ruinen Berlins, bei pillen- und sonnenseligen Raves, an allen Orten, an denen man auf Straßenlaternen klettern und sich das Hemd vom Körper reißen konnte. Die Brigade, die diese Party crashen sollte, kam ganz in Schwarz: Alec Empire, Sohn eines Weinhändlers aus Reinickendorf, dazu die urbanen Cyborgs Hanin Elias, Carl Crack und Nic Endo. Die grimmige Gruppe, die Deutschland ’92 nicht ganz so megageil fand, die stattdessen brennende Asylantenheime und marschierende Glatzen sah und gleich mit der ersten Single zur „Hetzjagd auf Nazis“ aufrief. Instrumental, ohne justiziable Formulierung, als Statement: Wo diese Musik gespielt wird, digitaler Hardcore, Breakbeats und Computerschrott, da halten die Bösen es nicht aus. Eine Art negativer Geisterbeschwörung.

Später wurden sie expliziter. „Let’s burn Germany!“, brüllt Hanin Elias in „Deutschland (Has Gotta Die)“ wie aus einem abstürzenden Flugzeug heraus, im Tornado aus Punkgitarren und Jungle-Loops. Die antideutschen Hymnen der Band Slime aus den frühen Achtzigern erscheinen zahm im Vergleich zu dem abgrundtiefen Ekel, den Atari Teenage Riot hier durch Megaphon und Subwoofer-Membran in die Welt feuerten: Gegen die Euphorie, die Feier des Nationalstaats, die sich hinter all dem Mauerfall-Jubel verbarg, half eben nur die totale Anarchie, die Mobilisierung der Missgelaunten, so militaristisch sie hier auch daherkam. Atari Teenage Riot waren in England und Amerika besonders beliebt, tourten mit Nine Inch Nails, Rage Against The Machine und Beck, kamen sogar beim damaligen Label der Beastie Boys unter. Dass kaum eine ihrer radikalen Botschaften auf dem Index landete, ist fast eine Enttäuschung. Sie waren halt einfach zu laut.


Avatar: James Cameron veröffentlicht erste Einblicke in das Sequel

„Avatar“ veränderte 2009 die Tricktechnik des Kinos und wurde zu einem riesigen Erfolg. Deswegen wurde quasi seit Veröffentlichung des Films, spekuliert ob und vor allem wann es ein Sequel des Sci-Fi-Hits geben wird. 2021 ist es soweit, und Regisseur James Cameron enthüllte nun auch erste Artworks aus „Avatar 2“. „In den Avatar-Sequels werdet ihr nicht nur nach Pandora zurückkehren, ihr werdet neue Teile dieser Welt entdecken“, heißt es in einem Tweet des offiziellen Avatar-Accounts. Mit dabei sind vier Concept-Art-Bilder, die Einblicke in das neue Design geben. „Avatar 2“ soll am 17. Dezember 2021 in die Kinos kommen. Doch nicht nur…
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