Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

111 Songs: Herbert Grönemeyer – „Bleibt alles Anders“

Mit seinem zehnten Album, „Bleibt alles anders“ von 1998, führte Herbert Grönemeyer die einige Jahre zuvor eingeläutete Modernisierung seiner Musik fort. Nach dem seinen eigenen Angaben zufolge schwächsten Album, „Luxus“ (1990), waren Grönemeyer und seine Band auf „Chaos“ (1993) über sich selbst nicht hinausgekommen – und änderten die Vorzeichen: „Bleibt alles anders“ entstand größtenteils in London mithilfe von Alex Silva, einem im Bereich Programmierung versierten Produzenten. Dessen elektronisches Beiwerk verleiht dem Album etwas Ernsthaftes, gehoben Künstlerisches, das damals überraschte. Das Titellied ist ein enigmatisches Kurzepos, ein Rock-Electro-Hybrid, in dem Filterkeyboards wabern, Grillen zirpen und die mit Britpop-Coolness raumgreifend spielende Band sich mit dem Sampler abwechselt. Der Text des ambitionierten Lieds ist metaphernreicher, als man es bis dahin von Grönemeyer gewohnt war: „Es gibt viel zu verlieren, du kannst nur gewinnen/ Genug ist zu wenig – oder es wird so, wie es war/ Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders.“

Die neue Innerlichkeit war nicht zuletzt ein Abgesang auf die Weltverbesserungsversuche, auf die Grönemeyer in den Achtzigern und frühen Neunzigern abonniert gewesen war. Im Rückblick hat „Bleibt alles anders“ nicht ganz die Strahlkraft des mehr allgemeingültigen, kultigeren „Mensch“, das 2002 erschien und auf dem sich die riesigen Grönemeyer-Lieder finden, die wie Ansprachen an die Nation oder gleich an die gesamte Menschheit wirken. So groß war da Herbert Grönemeyer geworden, dass er so auftreten konnte. Doch „Bleibt alles anders“ ist ein wichtiger Moment der Verpuppung, der die danach veröffentlichte Musik vorbereitete.

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Hier gibt es 2019 die Grammys im TV zu sehen

Das Interesse an der Verleihung der Grammys hat in den letzten Jahren hierzulande spürbar nachgelassen. Vor nur fünf Jahren gehörte die Show zu den großen Events im Programm von ProSieben, gleich hinter den Oscars ein paar Wochen später. 2018 und 2017 gab es hingegen nur Höhepunkte zu sehen, keine Live-Übertragung und auch keine Aufzeichnung - wie zuvor noch bei Sixx. Für dieses Jahr gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst: Es wird endlich wieder Bilder von den Grammys geben. Der öffentlich-rechtliche Spartenkanal One wird am 11. Februar ab 21:50 Uhr eine dreistündige Aufzeichnung senden. Deutschen Musikfans…
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