45 Jahre sind ihnen genug: Die Scorpions sagen Lebewohl


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Die Scorpions sind neben Rammstein wahrscheinlich das größte musikalische Aushängeschild Deutschlands. In Finnland sieht man minderjährige Metalfans, die stolz ihre Scorpions-Tops und -Shirts tragen, amerikanische Rockstars wie Metallica, Green Day und Billy Corgan verehren sie öffentlich und in Japan lösen ihre Auftritte gar Massenhysterie aus. Hierzulande hat man derweil den Eindruck, dass sie ebenso verehrt wie belächelt werden.

Im März erscheint nun das endgültig letzte Scorpions-Album mit dem vermutlich ironiefreien Titel „Sting In The Tail“, und nach einer ausgedehnten Welttournee durch Europa, die USA, Südamerika und Asien ist dann auch der letzte „Wind of Change“ verblasen. Am Wochenende ließen sie auf ihrer Website verlauten: „Wir wollen die außergewöhnliche Scorpions-Karriere mit einem Höhepunkt zu Ende bringen.“ Die Fans sollten die ersten sein, die diesen Schritt erfahren. Das komplette Statement kann man hier nachlesen.

Der „Bild am Sonntag“ erklärt Gitarrist und Chef der Band Rudolf Schenker die Gründe des überraschenden Endes: „Irgendwann bringt der Körper nicht mehr das, was man will. Bevor es soweit ist, sollte man gehen. Es ist besser, wenn es bis zum Schluss geil ist, als abtreten zu müssen.“

Noch ist es zum Glück nicht ganz soweit. Zwei Jahre bleiben noch, um die traurige Kunde zu verarbeiten und sich auf den Abschied vorzubereiten. Am 15. März startet die Abschiedstour in Prag, die deutschen Fans müssen sich noch bis zum 7. Mai gedulden.

Hier die deutschen Tourdaten:

07.05. Leipzig – Arena
08.05. München – Olympiahalle
12.05. Frankfurt – Festhalle
14.05. Stuttgart – Hans-Martin-Schleyer-Halle
29.05. Berlin – O2 WOrld
30.05. Zwickau – Stadthalle
01.06. Hannover – TUI Arena
12.06. Recklinghausen – Stadtgarten am Festspielhaus

Und als kleiner Vorgeschmack auf die Tour:

Scorpions – „Coming Home / Bad Boys Running Wild“ (live auf dem Wacken 2006)