Dschungelcamp-Analyse: Nur Gil kann Ariel jetzt noch retten – ausgerechnet er!
Gil Ofarim hält sich im Dschungelcamp bedeckt. Während Ariel ihn attackiert, schweigt er – und könnte doch ihre Erlösung sein
Wie lange hält Gil Ofarim das noch aus? Er befindet sich in einer luxuriösen Situation: Keiner im Dschungelcamp will etwas mit ihm zu tun haben. Ariel hat ihm die Leviten gelesen, ihn in die Nähe eines „Verbrechers“ gerückt, aber letztlich prallte sie an seiner Maulfaulheit ab. Das haben sich alle anderen gemerkt. Ofarim redete von seinen Kindern, für die er das alles macht. Was soll man dagegen sagen?
Die Schweige-Strategie geht auf
Seine Strategie geht bislang auf. Der „Skandalteilnehmer“ schweigt sich von Tag zu Tag weiter aus, hat von einer „Verschwiegenheitserklärung“ in der Davidstern-Causa gesprochen – Thema damit vom Tisch. Die anderen akzeptieren es.
Man könnte sich gut vorstellen, wie Gil Ofarim und sein Team in einer Schaltzentrale Wochen vor der Reise ins Camp Apollo-Creed-mäßig durchtaktiert haben, wie man diese Runden durchsteht. Die anderen gehen da einfach rein, in den Kampf, schalten den Kopf aus. Nicht Gil. Er offenbart eine Marathon-Strategie. Er wird nicht freiwillig gehen, sein Best Case wäre vielleicht dennoch, dass er rausgewählt wird. Die Wahl zum Dschungelkönig würde sein Image nicht unbedingt verbessern.
Ehrlich, wäre dies eine Sendung von, sagen wir, 2021, und man sähe diesen Gil Ofarim so, wie er sich hier verkauft – der Mann würde Dschungelkönig werden. Er zeigt allmählich diesen gewissen Apocalypto-Jungle-Man-Touch wie einst Costa Cordalis und Prince Damien. Einer, der schon immer in den Dschungel gehört hat.
Und los geht’s. Gil will, dass die Dschungelprüfung erfolgreich wird – er muss sich aber mit Eva und Ariel herumschlagen. Gil bittet darum, wenigstens ein einziges Mal Teamgeist zu zeigen. „Sag Du doch mal, was du gemacht hast!“, schleudert Ariel zurück. Klar, er hat was gemacht.
Aber Gil hat Recht, das gehört nicht in diesen Moment.
Wenn Eva und Ariel sich streiten, sieht Gil zerknirscht aus. Es scheint ihn zu belasten. Hasserfülltes Getöse. Vielleicht hat er die Kommentarspalten im Kopf, wie sie sich in den sozialen Medien unter jedem Foto bilden, das von ihm dort gepostet wird.
Ariel verweigert die Kotzellaprüfung
Die Kotzellaprüfung hat es in sich. Ariel verweigert die Prüfung. Sie sagt, das liegt an Eva – weil sie etwas Böses über Ariels Tochter gesagt hat. „Mach es für die anderen“, bittet Eva. Es wäre die vierte Dschungelprüfung, die Ariel versaut. Alter Falter. Huberts Magen grummelt doch schon.
Sogar Sonja Zietlow und der Barbershop-Moderator sind sauer deswegen. „Die versaut uns hier alles“, sagt der. Keine Prüfung bedeutet: alles umsonst aufgebaut. Ein Doctor Bob, der sicher schon hinter der Hecke auf seinen Willkommenslauf gewartet hat und nun wieder abdrehen muss. Aber Ariel bleibt stur.
„Neben solchen zwei Menschen zu stehen … neben diesem Verbrecher“, sagt Ariel nun, aber blickt zu Boden. Das mit dem „Verbrecher“ könnte Gil Ofarim, sobald das Camp vorbei ist, nicht auf sich sitzen lassen wollen. Zum Beispiel, weil er eben nicht vorbestraft ist.
Es ist absurd: Aber gerade, weil Ariels Vorwürfe an ihm abprallen, könnte Gil sich ihrer einfach annehmen, und sie mal ruhigstellen.
Wer muss in die nächste Dschungelprüfung?
Stephen Dürr, der Mann mit der vielleicht kerzengeradesten Sitzhaltung, die wir je im Camp gesehen haben, muss wieder nicht in die Dschungelprüfung. Dabei sitzt er wirklich immer so auf seinem Scheit, als sei er sofort auf dem Sprung.
Es muss wieder rein: Ariel.
Alle stöhnen auf. Die fünfte Prüfung. Wir wissen, wie das ausgeht.
„Mensch, wieder kein Fleisch!“, hört man Hubert morgen schon sagen, wenn Ariel ohne Stern zurückkehrt. Die Camp-Bewohner werden an Gewicht verlieren.