Steven Spielberg erreicht EGOT-Status durch Grammy-Gewinn 2026

Steven Spielberg komplettiert seinen EGOT mit einem Grammy für den Dokumentarfilm „Music by John Williams“. Nur 22 Künstler:innen erreichten diesen Status bislang.

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Steven Spielberg schreibt erneut Filmgeschichte. Durch den Gewinn des Grammys für „Best Music Film“ erreicht der legendäre Regisseur nun offiziell den EGOT-Status und reiht sich damit in einen äußerst exklusiven Kreis ein. Nur 22 Künstler:innen haben bislang alle vier großen Auszeichnungen des Showbusiness gewonnen: Emmy, Grammy, Oscar und Tony.

Den entscheidenden Grammy erhielt Spielberg als Produzent des Dokumentarfilms „Music by John Williams“, inszeniert von Laurent Bouzereau. Der Film würdigt das Lebenswerk seines langjährigen Weggefährten, den legendären Komponisten John Williams.

Eine der bedeutendsten kreativen Partnerschaften Hollywoods

Die persönliche und berufliche Verbindung zwischen Steven Spielberg und John Williams begann bereits 1974 mit Spielbergs „The Sugarland Express“. Seitdem gilt das Duo als eine der prägendsten Teams der Filmgeschichte. Denn: Mit Ausnahme von nur fünf Filmen komponierte Williams die Musik zu sämtlichen Spielberg-Werken – gemeinsam feierten sie ihren internationalen Durchbruch.

Bei der Einweihung des John Williams Music Building auf dem Sony-Studio-Gelände im Januar 2024 betonte Steven Spielberg seine Wertschätzung: „Am Ende erkenne ich die Filme nicht als meine, sondern als unsere – danke, Johnny, meine Filme wären ohne dich nicht dieselben.“

Zu ihren bekanntesten gemeinsamen Projekten zählen: „Der weiße Hai“, „Indiana Jones“, „E.T. – Der Außerirdische“, „Schindlers Liste“ und „Catch Me If You Can“.

Die Ikone John Williams

John Williams zählt seit den 1970er-Jahren zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Filmkomponisten aller Zeiten. Der US-amerikanische Komponist und Dirigent prägte Generationen von Kinobesucher:innen mit seinen unverkennbaren Soundtracks. Neben seiner Arbeit mit Spielberg komponierte er unter anderem die Musik der ersten drei „Harry Potter“-Filme sowie die zu „Star Wars“. Den Kontakt zu George Lucas stellte damals ebenfalls Spielberg her.

Williams wurde bislang 54 Mal für den Oscar nominiert und gewann die begehrte Trophäe fünf Mal.

Der Film: „Music by John Williams“

Der Dokumentarfilm „Music by John Williams“ (2024) erzählt die außergewöhnliche Karriere und das Vermächtnis des Komponisten. Entstanden ist der Film mit der Unterstützung enger Freunde und langjähriger Wegbegleiter von Williams.

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Premiere feierte die Doku 2024 beim AFI Fest und ist mittlerweile auf Disney+ verfügbar. Mit dem Grammy-Gewinn für diesen Film hat Steven Spielberg nun endgültig seinen Platz in der obersten Liga der Unterhaltungskunst gesichert.

Die EGOT-Thronfolge

Während Steven Spielberg mit seinem EGOT-Eintrag Kulturgeschichte vollendet, bleibt der Blick auf jene gerichtet, die noch nachziehen könnten. Cynthia Erivo fehlt weiterhin nur der Oscar, doch nachdem „Wicked: Teil Zwei“ keinerlei Nominierungen für den Oscar 2026 erhält, ist dieser letzte Schritt vorerst vertagt. Adele wiederum hat mit Grammy, Oscar und Emmy bereits alles außer dem Tony eingesammelt – der Broadway bleibt ihre letzte offene Bühne. Gleiches gilt für Eminem, der musikalisch längst alles gewonnen hat und dem nur noch ein Theatererfolg fehlt, um in den exklusivsten Club der Unterhaltungsindustrie aufgenommen zu werden.