Highlight: Neu auf Netflix: Das sind die wichtigsten Netflix-Neuerscheinungen im Februar 2020

Ranking: Die zehn besten Filme von Steven Spielberg

ROLLING STONE stellt Steven Spielbergs zehn besten Filme vor, chronologisch sortiert.

1. „Duell“ – „Duel“ (1971)

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In Spielbergs ersten Spielfilm, fürs Fernsehen gedreht, wird vielleicht etwas zu viel Zivilisationskritik, ein bisschen zu viel „Mensch gegen Maschine“ hineininterpretiert – in erster Linie ist „Duell“ ein Horrorwerk, vorwärtsbewegt  durch Verfolgungsjagden.

Ein Autofahrer wird von einem Trucker gehetzt – grundlos, aber auch erbarmungslos. Die Pointe: Wir erfahren den Namen des Jägers nicht, nicht mal, wie er aussieht. Er ist das perfekte Monster, das den Jedermann zur Strecke bringen will, eine Vorwegnahme auf die Gegner-Konstellationen im „Weißen Hai“. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass der Regisseur sowohl LKW, als auch Fisch mit demselben Dinosaurier-Gebrüll (ja, Gebrüll) unterlegte. Spielberg sagt, dass er „Duell“ noch immer zweimal jährlich ansieht, um sich vor Augen zu führen, was er da geschaffen hat.

Hurensohn!

Das Ende präsentiert David Mann (Dennis Weaver), den Truck-Besieger, erschöpft im Sonnenuntergang, fürs Leben gezeichnet. Den LKW fuhr Carey Loftin, einer der bekanntesten Stuntmänner im Geschäft. Spielberg sagte ihm vor Drehbeginn: „Du spielst einen dreckigen, verkommenen Hurensohn.“ Loftin: „Junge, da hast Du den Richtigen engagiert.“

2. „Der weiße Hai“ – „Jaws“ (1975)

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Viel mehr als nur die „Geburt des Blockbuster-Kinos“: Der 29-Jährige Spielberg zeigte zähen Willen, als er entgegen aller Wahrscheinlichkeiten – Budgetverdopplung, Probleme mit dem mechanischen Hai, Schlechtwetter auf See – eine Produktion stemmte, die selbst gegen Ende als aussichtslos galt.

Die technischen Unzulänglichkeiten sollten Spielberg eher zugute kommen. „Als digitaler Hai“, sagte er, „hätte ‚Jaws’ nie funktioniert. Wir hätten ihn heutzutage ständig und ihn voller Pracht zeigen können, zeigen müssen. Damals musste ich mich beschränken, zum Glück.“ Und so sehen wir „Bruce“, wie der große Weiße vom Filmteam getauft wurde, erst ab der Filmmitte – damals wie heute ein unerhörter Clou, mit dem der Regisseur seine Zuschauer stapazierte.

Es ist daher vielleicht auch kein Wunder, dass die schaurigste Episode des Films nichts mit der Darstellung des Hais zu tun hat, sondern mit einer Erzählung davon: Quint (Robert Shaw) und sein Erfahrungsbericht von der U.S.S. Indianapolis, die im Zweiten Weltkrieg kenterte und ihre Besatzung den Raubfischen zum Fraß vorwarf (brillant geschrieben von John Milius).

© Jack A. Marta, NBC Universal
Universal Pictures


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