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International Music Award

Sting im Interview: „Jetzt kommen Greta Thunberg und die nächste Generation“


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Am Ende ist er ein ganz normaler Held – auch wenn Gordon Sumner, wie Sting bürgerlich heißt, den Begriff nicht auf sich beziehen will. „Ein Held bin ich gewiss nicht“, sagt der 68-jährige Engländer, der den ersten International Music Award in der Kategorie „Hero“ gewonnen hat. Ausgezeichnet für sein Lebenswerk, in musikalischer wie in gesellschaftspolitischer Hinsicht. Er ist einer der populärsten Songschreiber und Komponisten – und ein einflussreicher Aktivist.

Mit The Police und den Kollegen Stewart Copeland und Andy Summers veröffentlichte Sting, nachdem er seinen Lehrerjob in Newcastle aufgegeben hatte, ab 1978 bahnbrechende Fusionen aus Rock und Reggae. Hits wie „Roxanne“, „Message In A Bottle“ und „Every Breath You Take“ und Alben wie „Zenyatta Mondatta“ und „Synchronicity“ machten aus The Police die erfolgreichste Band ihrer Zeit. Nach Auflösung des Trios 1985 schlug Sting eine Solokarriere ein, in der er sich Jazz („The Dream Of The Blue Turtles“), Weltmusik („Nothing Like The Sun“) und dem Musical („The Last Ship“) widmete.

Als Kämpfer für Menschenrechte und Umweltschutz ist der Sohn eines Milchmanns schon seit den 80er-Jahren aktiv. Er ging für Amnesty International auf Tournee und gründete 1987 den Rainforest Foundation Fund, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Interessen indigener Völker und die Bewahrung der Regenwälder einsetzt.

Wir treffen den „Hero“-Preisträger Sting vor seinem Auftritt beim IMA 2019 in der Berliner Verti Music Hall.

Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an den Anfang Ihrer Karriere mit The Police 1978 denken?
Ich bin kein nostalgischer Mensch, ich lebe im Moment. Aber auch wenn man im Moment lebt, was ich schon vor 41 Jahren tat, muss jeden Tag eine Entscheidung getroffen werden: Biege ich nach links ab oder nach rechts? Ich bin dankbar, dass ich mich für die Musik statt für ein Leben als Lehrer entschieden habe.

Welche Lieder haben Sie als Kind so gehört?
Meine Musikerziehung war breit angelegt. Meine Mutter war Musikerin, sie legte zu Hause Klassik auf, Broadway, Blues, Jazz, die Beatles. Die kamen aus Liverpool, das meiner Heimatstadt Newcastle ähnelt. Sie waren einzigartig, denn sie schrieben ihre Lieder selbst. Elvis Presley tat das nicht, Frank Sinatra auch nicht. Die Beatles waren die Ersten – und sie gaben meiner Generation die Erlaubnis, ebenfalls selbst zu komponieren. Ich verdanke Ihnen mein Leben als Musiker. Mit Police wollte ich dann gegen den Strom schwimmen, einen Hit schreiben, den es so noch nicht gab. Er sollte kontraintuitiv sein.

So entstand „Roxanne“ …
Unsere Songs waren eine Kombination aus Reggae – oder zumindest einer Hommage an Reggae – und Rock’n’Roll. Ein origineller Hybrid. Reggae war dem Publikum damals nicht so vertraut wie heute. Wenn man einen Hit erzielt, dann hat man Glück. Aber danach? Dann reicht Glück nicht mehr. Dann muss man clever werden, und zwar schnell.

Glauben Sie, dass Sie, Stewart Copeland und Andy Summers andere Startbedingungen hatten, als junge Bands sie heute haben?
Es gab Clubs und Pubs, in denen wir unser Handwerk lernen konnten, andere Clubs, und mehr als es heute gibt. Heute müssen Musiker schauspielern können, wissen, wie man sich visuell darstellt, potenzielle TV-Stars sein. The Police hatten es einfacher. Erst mit der Gründung von MTV 1981 wurde klar, dass Aussehen wichtig wird.

Bolsonaro ist kriminell

Später wurden Sie zum Umweltschützer. Für Ihren Rainforest Foundation Fund schauten Sie vor 30 Jahren in die Zukunft: Im Jahr 2020 würde der Regenwald Brasiliens zerstört sein. Sie könnten recht behalten. Haben Sie daran gedacht, Präsident Jair Bolsonaro zu kontaktieren?
Nein, ich habe nicht daran gedacht, Bolsonaro zu kontaktieren. Was er macht, ist kriminell. Er lässt den Regenwald abholzen, damit Bauern das Land für ihre Zwecke missbrauchen können. Er lässt zu, dass Menschen, die im Regenwald leben, umgebracht werden – schließlich hat er die Erlaubnis erteilt, dass die Region ausgebeutet wird. Die Holzfäller und Minen-arbeiter haben Carte Blanche, zu tun, wie ihnen beliebt. Brasilien steckt in ernsthaften Schwierigkeiten, dem Land fehlt Führung. Aber was soll meine Stimme bei Bolsonaro ausrichten? Er würde nicht auf mich hören. Doch es gibt etwas, das wir tun können.

Nämlich?
Als Konsumenten haben wir Entscheidungsgewalt. Wir können aufhören, brasilianisches Rindfleisch zu kaufen, Soja und alle Produkte, denen Palmöl beigefügt wird. All das boykottieren, womit der Regenwald ersetzt werden soll. Also noch mal: Mit Bolsonaro reden? Worum soll’s da gehen? Er spricht nicht meine Sprache.

Das erinnert an die Klimaaktivistin Greta Thunberg, die ein Gespräch mit Donald Trump ablehnen würde, sollte er es ihr anbieten.
Ja, es wäre sinnlos. Trump spricht kein Englisch. Er redet Nonsens. Ich habe kein Vertrauen in unsere politischen Anführer. Zumindest nicht, solange jemand wie Trump oben steht und jemand wie Bolsonaro ihm zu Diensten ist. Man muss die beiden loswerden – mit den demokratischen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Das braucht seine Zeit.

Inwieweit gehören Pop und Politik zusammen?
Im politischen Engagement bin ich kein Entertainer, keine Celebrity. Ich bin Bürger einer Stadt. Ein Steuerzahler. Ein Wähler. Erwachsener. Vater, Großvater, Familienmensch. Ich war Lehrer in einer Stadt, in der viele Grubenarbeiter lebten. Ich habe die Pflicht, etwas zu sagen, wann immer ich kann. Als Star bekomme ich vielleicht mehr Aufmerksamkeit – oder eben gerade deshalb weniger. Ab den 80er-Jahren wurden Musiker vermehrt um Einflussnahme gebeten. Ich war nur zufällig in Brasilien zur Stelle. Dort sah ich, wie der Regenwald brannte.

Sting mit Raoni Metuktire beim Amnesty-International-Konzert 1988 in Sao Paulo

1987 ging ein Bild um die Welt: Der Popstar neben einem indigenen Mann – Raoni Metuktire, Häuptling des Kayapo-Volkes, Kämpfer für die brasilianischen Stämme und Regenwälder. Sie wurden zu Symbolfiguren.

Zuletzt sah ich Raoni vergangenes Jahr in São Paulo. Keiner weiß, wie alt er ist. Ich schätze, weit über 80. Aber er hat noch dieselbe Energie wie vor 30 Jahren und verbreitet dieselbe Botschaft: Was seinem Volk durch die Brände droht, ist das, was uns allen droht. Derzeit reist er durch die USA. Ich bewundere seine Unermüdlichkeit. Raoni wurde für den Nobelpreis ins Gespräch gebracht, was ich befürworte – ich habe einen Brief an das Nobelpreis-Komitee geschrieben.

Was haben Sie von Raoni Metuktire gelernt?
Mein Leben wurde durch seine sehr einfache Botschaft maßgeblich beeinflusst: Umweltschutz muss Teil des gesunden Menschenverstands sein. Ich sage seit 30 Jahren: Die beste Methode den Planeten zu schützen, ist, die Bäume zu schützen. Die Menge des von ihnen aufgenommenen Kohlendioxids ist die billigste und einfachste Art, den Klimawandel unter Kontrolle zu bringen.

Was kann Ihre Stiftung vorweisen?
Wir sind in 21 Ländern aktiv. Es ist uns gelungen, für indigene Bevölkerungen Rechtssicherheiten aufzubauen, Bildungsangebote bereitzustellen und die Möglichkeit zu schaffen, an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Unsere Organisation dreht sich also weniger um die Bäume als um die Menschen, die inmitten der Bäume leben. Im Grunde ist die Stiftung eine Menschenrechtsorganisation.

Am 9. Dezember fand in New York das 30. Jubiläum Ihrer „Rainforest Foundation“-Konzerte statt, mit Stars wie Bruce Springsteen und den Eurythmics. Wie hat sich über die Jahre die Aufmerksamkeit für das Thema gewandelt?
Die Aufmerksamkeit war nie größer als jetzt. Probleme gibt es ja nicht nur am Amazonas – in Australien wüteten riesige Buschfeuer, sie wüteten in Kalifornien. Das Klima führt zu trockenen Wäldern, die in Brand geraten. Der Unterschied zu Brasilien: Das Feuer in Brasilien wird willentlich entfacht, von Minenarbeitern, Goldgräbern, Bauern. Und die Spannbreite an Temperatur, in der wir leben können, ist sehr schmal. Zwei bis drei Grad Zunahme erschweren Lebensbedingungen radikal. Auch deshalb machen mich Klimawandel-Leugner wütend.

Sie geben seit den frühen 80er- Jahren politische Konzerte: mit Amnesty International den „Secret Policeman’s Ball“ und die „A Conspiracy Of Hope“-Tour mit Bono, Peter Gabriel und Lou Reed.
Konzertreihen wie diese oder auch Live Aid waren originär. Sie lassen sich nicht bis ins Unendliche wiederholen, das würde die Leute langweilen. Deshalb wird das 30. „Rainforest Foundation“-Konzert das letzte sein. Wir haben jetzt einen Stiftungsfonds, der fortlaufend finanziell gestützt wird. Das macht vieles leichter, weil wir dann nicht all die Entertainer fragen müssen, ob sie bei einer Veranstaltung dabei sind.

Aber braucht es nicht gerade jetzt, da der brasilianische Regenwald vor der Vernichtung steht, öffentlich sichtbaren Support?
Unser diesjähriges Konzert war nach fünf Minuten ausverkauft. Wir müssen niemanden mehr davon überzeugen, wie dramatisch die Situation ist. Es liegt jetzt auch an der neuen, umweltbewussten Generation, die Dinge anzugehen. Ich werde sie unterstützen, wenn ich kann und soll. Ich muss aber nicht mehr in der ersten Reihe stehen.

Greta zeigt auf uns: „How dare you!“ Und ich sage: „Ja, how dare we?“

Was kann der Einzelne tun?
Geht wählen! Meinetwegen sollen die Leute zynisch über Politiker urteilen. Sie sollten aber nicht zynisch über die Demokratie urteilen. Wer nicht wählt, bekommt die Regierung, die er verdient.

Manche Medien reagierten einst zynisch auf den „Regenwald-Sting“.
(Lacht) Ich kann gar nicht glauben, dass Sie sagen, die Medien seien zynisch! Egal. Das hat für mich nie eine Rolle gespielt. Unsere Message war einfach und kohärent. Und nun kommt die nächste Generation. Greta Thunberg ist eine Ikone, aber sie wird von manchen zynisch verlacht. Sie zeigt auf uns: „How dare you!“ Und ich sage: „Ja, how dare we?“ Sie hat recht. Greta ist wunderbar!

Kommendes Jahr führen Sie Ihr autobiografisches Musical „The Last Ship“ von 2013 wieder auf. Sind Sie noch manchmal in Ihrer Heimat Wallsend/Newcastle, im Nordosten Englands?
Natürlich. Dann sehe ich, wie sehr sich dort die Infrastruktur verändert hat. Früher war die Stahl- und Rüstungsindustrie maßgebend, ein einzelner Industriezweig beschäftigte Tausende Männer und Frauen. Das ist nicht mehr so. Für die neue „The Last Ship“-Spielreihe habe ich mich bewusst für Detroit entschieden – auch das ist eine Stadt, deren alte Indus-trie abgewickelt wurde. Wallsend hatte die Schiffe, Detroit die Autos. Mit dem Verschwinden dieser Industrie verschwand auch die Identität der Arbeiter. Stolz, Einkommen, Würde, alles genommen und ersetzt durch – nichts. Das ist zudem unökonomisch. Jedenfalls nach meiner Auffassung als jemand, der Wirtschaft studiert hat.

Wie meinen Sie das?
Gesunde Wirtschaft basiert auf Gemeinschaft, auf Gemeinschaftsprojekten: Ich stelle etwas her – Sie kaufen es mir ab. Sie stellen etwas her – ich kaufe es Ihnen ab. Das bedarf einer Gemeinschaft. Die Chicagoer Schule der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aber sah das anders. Sie hat mit ihrem ökonomischen Programm die Gemeinschaft aus dieser Gleichung entfernt, mit der Begründung, sie zähle nichts. Das war auf lange Sicht eine unhaltbare Einschätzung. Das Ergebnis sehen Sie in riesigen Landstrichen Nordamerikas und in Europa: Dort gibt es Regionen ohne funktionierende Industrie. Genau davon handelt mein Musical: wie groß die Bedeutung von Gemeinschaft in der ökonomischen Gleichung ist.

Wie stehen Sie zum Brexit?
Der Brexit ist ein Akt des Wahnsinns. Kollektiver Wahnsinn, der auf einem Mythos basiert, dem Mythos, dass ein solitäres England stark wäre – so wie im 17. Jahrhundert. Warum schneiden wir uns ab von einem Marktplatz direkt vor unserer Tür, dem Marktplatz Europäische Union? Ich habe bislang kein einziges überzeugendes Argument für den Brexit gehört. Unsere Politiker freuen sich einfach darauf, ihre blauen Reisepässe zurückzukriegen.

Wie reagieren Sie als Wähler?
Ich gebe meine Stimme nicht den Konservativen. Sollten die eine Mehrheit kriegen, würden sie natürlich weiter für „Leave“ kämpfen. Aber falls sie unterliegen, gäbe es vielleicht die Chance auf ein neues Referendum. Auf dass wir dann alle endlich vernünftig sind. Ich bin Patriot und liebe mein Land, aber ich fühle mich auch als Europäer, als Bürger einer größeren Gemeinschaft. Wobei ich die EU durchaus kritisch betrachte. Vieles wird zugunsten Deutschlands entschieden, das macht gerade die Länder Südeuropas wütend. Aber es ist doch besser, einen Platz am Tisch zu haben, als vor der Tür zu stehen. Was könnte man denn dann politisch noch ausrichten? Ein EU-Austritt triebe die Briten direkt in Trumps und Putins Arme.

Sie sangen einst über ausgebeutete Arbeiter, verschleppte Chilenen und Kindersoldaten. Warum singen Sie nicht über den Brexit?
Es fällt einem schwer, eine Metapher für die Absurdität namens Brexit zu finden. Ich jedenfalls könnte es nicht. Das läge außerhalb meiner Kräfte.

Auf Ihrem aktuellen Album „My Songs“ interpretieren Sie Ihre Hits neu. „If You Love Somebody Set Them Free“ gilt als Befreiungs–Hymne. War das Lied wirklich eine Antwort auf „Every Breath You Take“, in dem sie einen Stalker verkörpern?

(Lacht sehr lange und laut) Ich versuche mich in meinen Songs stets an Ambiguität. Daher widerspreche ich meinen Hörern nicht, wenn sie meine Songs deuten. Ich betrachte die Stücke als funktional, sie sollen beruhigen, Geborgenheit vermitteln, Menschen heilen. Oder sie eben zum Nachdenken anregen. Dieser Effekt lässt sich von mir nicht vorhersagen. Natürlich meinte ich es im Spaß, „If You Love Somebody Set Them Free“ sei das Gegenmittel zum „I’ll be watching you!“ aus „Every Breath You Take“, das Kontrolle zum Thema hat. Andererseits: Wenn man jemanden liebt – was macht man dann? Ihn „freilassen“? Im Ernst? Wer kann das? Das ist ein schwieriges Konzept: Wen man liebt, den will man doch nah bei sich haben.

Die Police-Songs bleiben auf dem Album dem einstigen Arrangement treu – nur wirkt jetzt alles lauter und aggressiver.
Die Aufnahmetechnik hat sich seit den 70er-Jahren enorm verändert, gerade für Schlagzeug und Bass. Das Klangdesign richtet sich nach höherer Lautstärke, was bei Kleinigkeiten anfängt – das Mikro steht näher an der Bass-Drum. Für mich klingt „My Songs“ zeitgenössisch. Der Unterschied zu damals: Die Originale schrieb ich an Tag 1 und nahm sie an Tag 2 auf. Das war aufregend, wie ein Date.

Und irgendwann wird die junge Liebe zur Routine.
Wenn man die Stücke Abend für Abend, Jahrzehnt um Jahrzehnt singt, dann wird die Beziehung reichhaltiger, erwachsener. Es entsteht eine Langzeitbeziehung. Bei jedem Konzert atme ich meinen Sauerstoff in diese Art Organismen hinein. Meine Belohnung besteht darin, dass ich jedes Mal etwas Neues in ihnen entdecke. 41 Jahre nach „Roxanne“ ist meine Stimme reichhaltiger, sie verfügt über ein größeres Spektrum an Harmonien. Sie ist wie alter Wein. Die Musik ist natürlich auch durchdachter als damals.

Und nun, 38 Jahre nach der Erstveröffentlichung, haben Sie den Police-Song „Demolition Man“ doch noch als Single herausgebracht.
Bertolt Brecht sagte einmal, es gibt nur zwei Sorten Lieder: (spricht deutsch) freundliche und unfreundliche. Dieses ist unfreundlich. Der „Demolition Man“, der Zerstörer, ist eine Rolle, die ich spiele und die man normalerweise nicht mit mir assoziiert. Diese Ambivalenz ist in „Every Breath You Take“ ebenfalls angelegt. Man ist als Sänger eben auch Schauspieler. Was bedeutet, dass man nicht immer die Persönlichkeit darstellt, die man ist, sondern Wesenszüge verkörpert, die erforscht werden müssen.

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Live spielen Sie auch Medleys, etwa aus „Roxanne“ und Bill Withers’ „Ain’t No Sunshine“. Oder „I Burn For You“ mit „From Me To You“ der Beatles …
… mit einem Song der Beatles? Sind Sie sicher?

Auf der „Nothing Like The Sun“-Tour aufgeführt …
Ah, okay! Ich betrachte Songs als Bausteine, nicht als unantastbare Inseln. „So Lonely“ paare ich auf der Bühne mit Bob Marleys „No Woman, No Cry“. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass sich die Melodien ähneln. Es war eine Hommage an Marley. Songs sind keine Relikte, von denen man Abstand hält. Songs sind wie Knetmasse. Spielt damit!

Manchmal gehen Sie lange mit Ideen schwanger. Songfragmente Ihrer in den frühen 70er-Jahren gegründeten Band Last Exit veröffentlichten Sie nicht mit The Police, sondern als Solomusiker erst zehn Jahre später.
Melodien schwirren oft sehr lange durch meinen Kopf, bevor ich sie zu Papier bringe. Ich bringe sie in einer Art Archiv unter – aber kein echtes, eher ein Archiv innerhalb meiner Gedankenwelt. Mit Anfang 20, in Wallsend, habe ich einfach viel Material komponiert. Aber ich glaube, diese Schublade der frühen Jahre habe ich inzwischen geleert.

ANTONIO SCORZA AFP via Getty Images

Hätte es ein sechstes Album von The Police geben können?

Schon 1982 hatten The Police eine erste Auszeit voneinander genommen, damit die Musiker eigene Solo-Projekte neben der Band verfolgen konnten. Als „Synchronicity“ ein Jahr später erschien und aus dem Stand zum erfolgreichsten Police-Album wurde, konnte und wollte sich keiner vorstellen, dass es auch das letzte sein würde. Lange Jahre hielt sich der Mythos, dass eine sechste LP so gut wie fertig war, doch letztlich nie zustande kam - was auch am schweren Schlüsselbeinbruch von Stewart Copeland gelegen haben soll. Ganz so einfach war es aber nicht, wie der Schlagzeuger nun in einem Interview mit „Consequence Of Sound“ erzählte. Sting drängte…
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