Hat Jim Carrey einen Doppelgänger zu den Césars geschickt?
Jim Carrey nahm seinen Ehren-César persönlich entgegen – trotz absurder Gerüchte über Doppelgänger und Klone im Netz.
Vergangene Woche war Jim Carrey in Paris bei den César Awards, Frankreichs nationalem Filmpreis und einer der höchsten Auszeichnungen des Landes. Der Comedy-Star wurde mit einem Ehren-César geehrt und hielt aus diesem Anlass eine Dankesrede vollständig auf Französisch. Es war rundum ein rührender, charmanter, wohlverdienter Moment, der jedoch von Verschwörungstheorien überschattet wurde, wonach nicht Carrey selbst anwesend gewesen sei, sondern vielleicht ein Klon. Oder ein Drag-Performer in extrem aufwendigem Make-up.
Zugegeben, einen Imitator zu einer Preisverleihung an seiner Stelle zu schicken, klingt durchaus nach einem konzeptionellen Scherz, den jemand wie Carrey – der nicht besonders viele öffentliche Auftritte absolviert – sich erlauben könnte.
Doch die Gerüchte nahmen ein solches Ausmaß an, dass sowohl der Publizist des Schauspielers als auch ein Vertreter der César Awards Stellungnahmen veröffentlichten, in denen sie betonten, dass tatsächlich Carrey selbst anwesend war.
Offizielle Stellungnahmen zu den Gerüchten
Marleah Leslie, Carreys Publizistin, hielt ihre Erklärung knapp: „Jim Carrey nahm an den César Awards teil, wo er seinen Ehren-César entgegennahm“, sagte sie zu ROLLING STONE.
Unterdessen bezeichnete Gregory Caulier, Generaldelegierter der César Awards, die Verschwörungstheorien in einer Stellungnahme gegenüber „Variety“ als „Nicht-Thema“ und Carreys Auftritt als „historischen Moment“. Caulier erklärte, Carrey habe seine Teilnahme an den Césars seit dem Sommer geplant und sei „außerordentlich gerührt von der Einladung der Akademie“ gewesen.
Monate der Vorbereitung auf die Rede
Er fuhr fort: „Er arbeitete monatelang an seiner Rede auf Französisch und fragte mich nach der genauen Aussprache bestimmter Wörter. Er kam mit seiner Partnerin, seiner Tochter, seinem Enkel und 12 engen Freunden und Familienmitgliedern. Sein langjähriger Publizist begleitete ihn. Sein alter Freund Michel Gondry, der mit ihm einen Film und zwei Serien gedreht hat, war ebenfalls da, und sie freuten sich sehr, einander wiederzusehen … Ich erinnere mich vor allem an seine Großzügigkeit, seine Freundlichkeit, sein Wohlwollen, seine Eleganz.“
Die Gerüchte über einen falschen Carrey bei den César Awards begannen vergangene Woche online zu kursieren, als Menschen in den sozialen Medien sein Aussehen kommentierten. Viele dieser Beiträge waren scherzhaft gemeint, doch es tauchte auch eine Vielzahl an Engagement-Ködern auf, darunter ein endlos langer Post, der auf einem alten Clip basierte, in dem Carrey sagt: „Ich existiere nicht“ – wobei er damals über Schauspielerei, Prominenz und die Konstruktion einer öffentlichen Persona sprach.
Drag-Post heizt Spekulationen weiter an
Der Drag-Performer und Make-up-Künstler Alexis Stone trieb die Sache mit einem Instagram-Post noch weiter, der mehrere Fotos von Carrey bei den Césars zeigte und mit „Alexis Stone als Jim Carrey in Paris“ überschrieben war. Zwar ist Stone für äußerst beeindruckende Ganzkörper-Transformationen in verschiedene Prominente bekannt, doch die letzte Folie seines Beitrags machte deutlich, dass es sich um einen Scherz handelte: ein stark KI-generiert wirkendes Bild einer Maske, Zahnprothesen, einer Perücke und eines Make-up-Tisches vor einem verschwommenen Eiffelturm im Hintergrund.