„Michael“ auf dem Weg zum Rekord als erfolgreichstes Musikbiopic-Opening aller Zeiten
Trotz aller Kontroversen steuert „Michael“ auf rund 100 Millionen Dollar in den USA und 200 Millionen Dollar weltweit zu – und könnte den Biopic-Rekord brechen.
Trotz aller Kontroversen rund um seine Veröffentlichung ist „Michael“ auf dem besten Weg, den Kassenrekord für ein Musikbiopic in der Eröffnungswoche zu brechen.
Laut Lionsgate, dem Verleih des Films, steuert das Michael-Jackson-Biopic in seiner ersten Woche auf ein Einspielergebnis zwischen 90 und 100 Millionen Dollar im Inland zu – begünstigt durch allein 12 Millionen Dollar aus Vorpremieren vor dem Wochenende sowie rund 39,5 Millionen Dollar am Starttag, dem Freitag.
Selbst wenn „Michael“ nur das untere Ende der Prognosen erreicht, wird der Film „Straight Outta Compton“ als erfolgreichstes Musikbiopic-Opening aller Zeiten mühelos ablösen.
Lionsgate feiert den Erfolg
„Diese rekordverdächtige Leistung ist ein Beweis für das außergewöhnliche Filmteam um Produzent Graham King und Regisseur Antoine Fuqua, eine großartige Besetzung angeführt von Jaafar Jacksons einzigartiger Performance, unsere erstklassigen Partner bei Universal, die Kooperation und Unterstützung des Michael-Jackson-Nachlasses sowie unser unermüdliches und außerordentlich talentiertes Lionsgate-Team“, erklärte Adam Fogelson, Chair der Lionsgate Motion Picture Group, in einer Stellungnahme. „Vor allem spiegelt es die überwältigende Welle an Zuneigung und Begeisterung von Kinobesuchern weltweit wider und unterstreicht die Stärke und Vitalität des Kinos. Wenn man dem Publikum gibt, was es will, kommt es.“
Weltweit steuert „Michael“ auf rund 200 Millionen Dollar Einspielergebnis in seinem Eröffnungswochenende zu. Laut „Billboard“ würde das den Film bereits in die Top 5 der erfolgreichsten Musikbiopics aller Zeiten katapultieren – und das Jackson-Biopic dürfte in den kommenden Tagen sowohl „Straight Outta Compton“ (Platz drei mit insgesamt 201 Millionen Dollar) als auch „Elvis“ (Platz zwei mit 288 Millionen Dollar) überholen.
Um „Bohemian Rhapsody“ als meistgesehenes Musikbiopic aller Zeiten vom Thron zu stoßen, hat „Michael“ allerdings noch einen langen Weg vor sich: Der Queen-Film spielte während seines Kinolaufs weltweit 910 Millionen Dollar ein und brachte Hauptdarsteller Rami Malek obendrein einen Oscar als bester Hauptdarsteller ein.
Kritik von „Leaving Neverland“
„Mit diesem Film werden eindeutig viele junge Menschen Michael Jackson neu entdecken – und sie werden das Kino wahrscheinlich mit dem Bild verlassen, dass er ein sehr talentierter Künstler war, der Kindern gegenüber eher freundlich war. Das ist eine Verhöhnung der Wahrheit“, sagte „Leaving Neverland“-Regisseur Dan Reed gegenüber ROLLING STONE anlässlich des Filmstarts.
„Junge Menschen kennen das Klischee vom Filmstar oder Popstar, dessen Privatleben anrüchig ist. Sie sind weder dumm noch naiv. Aber es ist ein Beweis für die Macht des Nachlasses und seinen Einfluss in Hollywood – denn da existiert dieses Realitätsverzerrungsfeld, wo es heißt: ‚Es ist Michael fucking Jackson. Wovon redest du? Kein Wort über Kindesmissbrauch. Scheiß drauf. Es ist Michael fucking Jackson.‘ Das ist pures Geld. Purer Einfluss. Purer fucking Hollywood-Ruhm. Und man schaut diese Leute an und denkt: ‚Habt ihr nicht einen Funken… Habt ihr Kinder? Habt ihr jemals Kinder kennengelernt?’“