Jack Antonoff über sein Fehlen auf dem Taylor-Swift-Album
„Ich verstehe das Bedürfnis, mit verschiedenen Partnern zu arbeiten“, sagte der Produzent über seine Beziehung zum Star von „The Life of a Showgirl“.
Jack Antonoff war am Dienstagmorgen zu Gast in der Howard Stern Show – kurz vor der Veröffentlichung des fünften Studioalbums der Bleachers, „Everyone for Ten Minutes“. Im Rahmen des ausführlichen Interviews sprach der Produzent und Musiker über seine Beziehung zur 14-fachen Grammy-Gewinnerin Taylor Swift und ihre gemeinsame Zusammenarbeit. Die beiden arbeiten seit der Zeit vor Swifts Album „1989“ zusammen – durch „The Tortured Poets Department“ und ihre neu aufgenommenen Versionen von „Fearless“ und „Red“.
Als die Neuigkeit die Runde machte, dass Antonoff auf ihrem jüngsten Album „The Life of a Showgirl“ nicht vertreten ist, kursierten online Gerüchte über einen Zerwürfnis zwischen den beiden. Als Stern ihn auf seine Abwesenheit auf ihrem zwölften Studioalbum ansprach, sagte der Produzent, ihn störe das überhaupt nicht, und er sei „nur dankbar für die Arbeit, die entstanden ist“. Er fügte hinzu: „Vielleicht liegt es daran, dass ich meine eigenen Songs schreibe und sie selbst singe – aber ich verstehe das Bedürfnis, mit verschiedenen Kollaborateuren zu arbeiten und mal hier, mal dort zu landen.“
Um seinen Standpunkt zu unterstreichen, sagte Antonoff: „Ich glaube nicht, dass es normal ist, immer wieder mit denselben Leuten zusammenzuarbeiten – und wenn mir das mit jemandem passiert ist, halte ich das für ein seltsames Wunder.“
Der „Rant Bridge“-Moment
Antonoff sprach außerdem über seine „sehr tiefe“ Freundschaft mit Swift und ihren gemeinsamen Songwriting-Prozess, den sie „Rant Bridge“ nennen. „Du verbringst einen ganzen Song – Strophe und Chorus – damit, superpoetisch zu sein und um etwas herumzutanzen … und dann kommst du zu dieser Bridge, und du crashst einfach komplett rein“, sagte Antonoff. „An dem Punkt hast du es dir verdient, also kannst du so frei sein. Das ist etwas, das ich als eines unserer ganz besonderen Dinge empfinde … Wir stacheln uns gegenseitig an.“
Antonoffs Interview mit Stern lief am selben Tag, an dem Swifts Gespräch mit dem „New York Times Magazine“ am Dienstag erschien. Swift nutzte die Gelegenheit ebenfalls, um ihre Freundschaft mit Antonoff anzusprechen, und sagte: „Jack Antonoff ist ein Kollaborateur von mir und einer meiner besten Freunde.“ Sie gab auch Einblick in ihre „Rant Bridge“ und beschrieb sie als „einen Bewusstseinsstrom, ein endloses Ausschütten von Emotionen, aufdringliche Gedanken, vermischt mit Metaphern, mit Gespräch, mit Schreien.“ Als Beispiele nannte sie ihren Song „Out of the Woods“ von 2014, „Cruel Summer“ von 2019 und „Is It Over Now?“ von 2023.
An anderer Stelle im 30-minütigen Interview erzählte die Songwriterin, wie eine Autofahrt mit ihrem Verlobten Travis Kelce sie zu ihrer Single „Elizabeth Taylor“ aus „The Life of a Showgirl“ inspiriert habe. „Ich sitze mit Travis im Auto. Ich rede und rede und erkläre Travis, warum ich Elizabeth Taylor so sehr liebe“, erinnerte sie sich. „Ich sage so: Ihre Augen waren violett. Manche sagten, sie seien blau. Manche sagten, sie seien violett. Ich glaube, sie waren violett. Und wir kommen an, wir fahren nach Hause, er steigt aus dem Auto, und ich bin ganz in meinen Gedanken. Und dann diese aufdringliche Melodie: ‚I cry my eyes violet, Elizabeth Taylor‘ – und ich fummel schon hektisch an meinem Handy rum, um die Aufnahme-App zu öffnen.“
Wie Songs entstehen
Solche spontanen Momente, „wo ein Song wie eine Wolke vor einem herabschwebt und man ihn nur noch greifen muss und er sich von dort aus entfaltet“, seien gar nicht so selten, sagte Swift. „So passiert es meistens.“