Red Hot Chili Peppers verkaufen Aufnahmekatalog für über 300 Millionen Dollar

Warner Music Group, seit „Blood Sugar Sex Magik“ (1991) das Label der Band, übernimmt den Katalog der Peppers im Rahmen eines Joint Ventures mit Bain Capital.

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Die Red Hot Chili Peppers haben ihren Aufnahmekatalog für mehr als 300 Millionen Dollar an Warner Music Group verkauft.

Fünf Jahre nachdem die Band ihre Verlagsrechte in einem 150-Millionen-Dollar-Deal veräußert hatte, erzielte das aufgenommene Werk der Peppers – 13 Studioalben, von denen die letzten neun bei Warner erschienen – mehr als das Doppelte dieses Preises. Der Deal wurde am Freitag abgeschlossen, wie der Hollywood Reporter und Billboard berichteten.

Der Kauf des Chili-Peppers-Katalogs war Teil einer größeren Transaktion zwischen WMG und Bain Capital: Das Joint Venture hat bislang Musik- und Verlagsrechte im Wert von 650 Millionen Dollar erworben; der RHCP-Deal macht dabei die Hälfte aus, während der Rest noch nicht bekannt ist, wie Billboard schreibt.

Hipgnosis und Sony im Spiel

Im Mai 2015 hatten die Red Hot Chili Peppers ihre Verlagsrechte für rund 150 Millionen Dollar an den Hipgnosis Songs Fund verkauft. Laut Hollywood Reporter könnten diese Rechte erneut den Besitzer wechseln, da Hipgnosis – inzwischen unter dem Namen Recognition Music Group bekannt – im Rahmen eines milliardenschweren Deals von Sony Music übernommen wird.

Der Aufnahmekatalog der Chili Peppers, der jährlich rund 26 Millionen Dollar einbringt und sich im Besitz der Band befand, stand seit dem vergangenen Jahr mit einem Preisschild von etwa 350 Millionen Dollar zum Verkauf, wie Billboard zuvor berichtet hatte. WMG war als Käufer naheliegend, da das Label die Band seit „Blood Sugar Sex Magik“ (1991) unter Vertrag hat. Die ersten vier Alben der Gruppe erschienen noch bei EMI.

Zuletzt veröffentlichten die Red Hot Chili Peppers 2022 „Unlimited Love“ sowie den kurz darauf erschienenen Nachfolger „Return of the Dream Canteen“. Weder die Band noch WMG haben sich bislang zum Katalogverkauf geäußert.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil