Paul McCartney: Die Hamburger „Große Freiheit“ wird zur Dungeon Lane

Zur Feier des neuen McCartney-Albums „The Boys from Dungeon Lane“ wird die berühmte Hamburger Straße, in der die Beatles eins verkehrten, umbenannt – temporär

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Die Große Freiheit in Hamburg nahe der Reeperbahn ist untrennbar mit der Geschichte der Beatles verbunden. Anfang der 1960er spielten John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Pete Best hier in Clubs wie dem Star-Club und dem Kaiserkeller, oft stundenlang pro Nacht. Hamburg wurde für die junge Band zur entscheidenden Schule. Hier entwickelten die Beatles ihre Bühnenpräsenz. Die Große Freiheit steht deshalb bis heute als Symbol für den Beginn ihres Weltruhms.

Daran erinnern die Hamburger auch am heutigen Freitag (28. Mai 2026), wenn Paul McCartneys neues Soloalbum „The Boys from Dungeon Lane“ erscheint. Zur Feier des Tages wird die Große Freiheit flugs umbenannt.

Das Straßenschild „Große Freiheit“ wird mit dem Straßennamen „Dungeon Lane“ überklebt – im Stil eines echten Straßenschilds, nicht wie der Schriftzug „Boys of Dungeon Lane“ auf dem Albumcover. Ganz legale Aktion, versteht sich.

Zusätzlich wird ein weiteres Straßenschild angebracht, diesmal exakt im Design des Covers. Dieses Schild soll am Beatles-Platz platziert werden, also direkt um die Ecke.

 

 

 

Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle, wie gut doch das McCartney-Album geworden ist. ROLLING-STONE-Redakteur Maik Brüggemeyer schreibt in seiner Rezension:Die gealterte Stimme, die fast körperlos geworden ist, ist hier zugleich Mittel und Effekt. Es ist ein Spiel mit der Zeit, das in der Transzendenz endet. Und wenn der 83-Jährige anschließend in „Lost Horizon“ singt, wie das Pfeifen einer alten Lokomotive oder das Lachen eines Kindes ihn an seine schwindende Zukunft erinnert, kommt zwar der Blues zum Einsatz, aber der gute alte Paul macht (wie immer) das Beste draus: „Time makes every moment count/ You gotta live for now.““

Und weiter:

„Mit Andrew Watt hat McCartney einen Produzenten gefunden, der seine altersbedingt brüchige Stimme geschickt zu inszenieren und durch Dopplungen und Filter auch mal zu kaschieren weiß. Zudem hilft er ihm, „The Boys Of Dungeon Lane“ auch musikalisch zu einer Reise durch sein Leben zu machen – von den erwähnten Skiffle- und Beat-Stücken über die herrliche Psychedelia von „Never Know“, die schlichte Direktheit seines Solo­debüts („We Two“), Wings-Rock („Come Inside“) bis zum zeitgenössischen Radio-Pop „Ripples In A Pond“.

Natürlich fehlen auch die großen Balladen nicht – im prächtigen „Life Can Be Hard“ und im opulenten Schlusspunkt „Momma Gets By“ triumphiert hier die Liebe über das harte Leben. Wenn die frohe Botschaft noch gilt, dass man das zurückbekommt, was man gibt, gehört Paul McCartney die ewige Liebe.“