Sabrina Carpenter erhält fünfjährige einstweilige Verfügung – mutmaßlicher Stalker macht erschreckende Aussagen
Ein Richter erließ die strikte Verfügung, nachdem der Mann behauptet hatte, er sei Teil eines „geheimen Militärprogramms“ und müsse Carpenter kontaktieren, um die Welt zu retten.
Ein Richter in Los Angeles hat dem Popstar Sabrina Carpenter eine fünfjährige einstweilige Verfügung gegen einen Mann gewährt, der am Mittwoch vor Gericht aussagte, er sei gemeinsam mit der Sängerin Teil eines „geheimen militärischen Regierungsprogramms“.
Mit tiefer, monotoner Stimme erklärte William Applegate, er sei in einem Hotelzimmer in Los Angeles für das Programm rekrutiert worden. Seine Mission habe mit „der Wiederkunft Christi“ zu tun – und er müsse Carpenter kontaktieren, um die Welt zu retten.
„Dass Carpenter und ich so schnell wie möglich zusammenkommen, ist unabdingbar“, sagte er dem Gericht. „Ich bin das Zentrum. Ich bin der Schlüssel zu diesem gesamten Prozess.“
Carpenter erschien per Video
Carpenter war per Videolink zugeschaltet, machte aber selbst keine Aussage. Der Richter ließ eine Mediakamera im Gerichtssaal zu, erlaubte Carpenter jedoch, ihre eigene Kamera auszuschalten.
Nach Applegates Aussage beantragte Carpenters Anwältin Blair Berk die fünfjährige Verfügung. Sie argumentierte, Applegate habe in Social-Media-Posts und eidesstattlichen Erklärungen selbst eingeräumt, mehr als ein Dutzend Mal zu Carpenters Privatwohnsitzen gereist zu sein.
Berk schilderte, dass Applegate am 23. Mai ihre Mandantin „ernsthaft erschreckt und belästigt“ habe: Er sei auf das Nachbargrundstück eingebrochen, habe einen Zaun überwunden und versucht, die Haustür von Carpenters Haus zu öffnen, während diese sich darin befand. Der Vorfall war in Carpenters Antrag auf eine einstweilige Notfallverfügung vom 29. Mai dokumentiert, den das Gericht vor der Anhörung am Mittwoch bewilligt hatte.
Richter erteilt klare Anweisung
In seinem Urteil ordnete der Richter des Los Angeles County, David I. Wasserman, an, dass Applegate bis Mitternacht am 17. Juni 2031 jederzeit einen Mindestabstand von rund 90 Metern zu Carpenter einhalten muss – ebenso zu ihren Wohnsitzen, Fahrzeugen und Arbeitsstätten. Zudem darf Applegate keinen Kontakt zu Carpenter aufnehmen und keine Schusswaffen oder Munition besitzen.
„Mein Herr, ich möchte völlig unmissverständlich sein. Bitte hören Sie genau zu“, sagte Richter Wasserman und wandte sich direkt an Applegate im Gerichtssaal. „Ich verstehe, dass Sie glauben, Sie und [Carpenter] müssten zusammen sein, um die Welt zu retten. Ich verstehe, dass das Ihre Überzeugung ist. [Aber] dieses Gericht hat seine Anordnung erlassen. Und ich erwarte, dass Sie diese befolgen – nicht das, was Sie für einen militärischen Befehl halten. … Ich möchte nicht, dass Sie diesen Saal in dem Glauben verlassen, Ihr Auftrag stehe über meiner Entscheidung. Die Anordnung ist die Anordnung, und Sie müssen ihr Folge leisten. Verstehen Sie das?“
Applegate antwortete: „Ich verstehe, was Sie sagen.“
In einer eidesstattlichen Erklärung, die ROLLING STONE zuvor vorlag, erklärte Carpenter, sie habe Applegate nie getroffen und ihn nicht zu sich nach Hause eingeladen. Den Versuch, ihre Haustür zu öffnen, bezeichnete sie als eine der „verstörendsten Verletzungen meiner persönlichen Sicherheit und Privatsphäre, die ich je erlebt habe“.
Carpenters eidesstattliche Erklärung
„Sein Muster aus Stalking, Hausfriedensbruch und Überwachung hat mir schwere und anhaltende seelische Belastungen verursacht, und ich habe Angst davor, was er tun könnte, wenn dieses Gericht ihn nicht in seine Schranken weist“, schrieb Carpenter.
Applegate war im Mai auf Carpenters Grundstück festgenommen worden, nachdem er sich geweigert hatte zu gehen. Morgen steht er in dieser Sache vor dem Strafgericht.
„Es ist meine professionelle Einschätzung, dass [Applegate] eine beunruhigende und irrationale Fixierung auf die Antragstellerin entwickelt hat“, schrieb LAPD-Detective Peter Doomanis in einer Erklärung, die Carpenters Petition beigefügt war. „Das Muster seines Verhaltens, das möglicherweise bereits um den 20. April 2026 begann, weist alle Merkmale einer fixierten, zwanghaften Persönlichkeit auf. … Diese Entwicklung entspricht gut dokumentierten Mustern von Stalking-Verhalten, das ein ernstes und eskalierendes Risiko für die Sicherheit des Opfers darstellt.“