Neil Young hat still und leise einen mitreißenden, einstündigen Konzertfilm kostenlos veröffentlicht

„Corduroy Plants“, inszeniert von Daryl Hannah, dokumentiert Youngs 2025er Tour mit den Chrome Hearts – mit Klassikern wie „Ohio“, „Like a Hurricane“ und „Cortez the Killer“.

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Einige Monate nach der Veröffentlichung des Live-Albums „As Time Explodes“, das seine Sommertour 2025 mit den Chrome Hearts dokumentiert, hat Neil Young nun still und leise einen kostenlosen Begleitfilm nachgereicht: „Corduroy Plants“, abrufbar auf den Neil Young Archives. Der einstündige, elf Songs umfassende Film deckt sich weitgehend mit dem Material von „As Time Explodes“ – lediglich „After the Gold Rush“ und „Looking Forward“ fehlen.

Wie viele von Youngs jüngeren Filmarbeiten führte auch hier seine Frau Daryl Hannah Regie. Wo genau die einzelnen Auftritte aufgezeichnet wurden, bleibt unklar; Hannah schneidet immer wieder zwischen Bühnenaufnahmen und Archivmaterial aus aktuellen Nachrichtenereignissen sowie historischen Momenten.

Beim „Greendale“-Epos „Be the Rain“ etwa werden Nachrichtenbilder von der Zerstörung des Ostflügels des Weißen Hauses eingeblendet, dazu kurze Sequenzen mit Elon Musk und Jeff Bezos. „Vampire Blues“ ist mit Aufnahmen verheerender Ölkatastrophen unterlegt, während „Like a Hurricane“ Wanderarbeiter auf Feldern zeigt. Zu „Cortez the Killer“ sind Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust zu sehen – ergänzt um Aufnahmen aus jüngeren Konflikten.

Kein Presserummel, keine Posts

Hätte ein Künstler von Youngs Rang einen Konzertfilm produziert und ihn seinen Fans kostenlos zugänglich gemacht, wäre das üblicherweise von einer ausgewachsenen Promokampagne begleitet worden. Doch Young hat sich von den meisten sozialen Netzwerken verabschiedet – wegen ihrer Verbindungen zur Trump-Administration –, gibt kaum Interviews und hat nicht einmal eine Pressemitteilung verschickt. Die Entdeckung blieb den Fans selbst überlassen, auf den Neil Young Archives.

Ebenfalls auf den NYA hat Young seine Fans über den Stand der vierten Box-Set-Ausgabe seiner Neil Young Archives informiert. Die ersten drei Bände umfassten die Zeiträume 1963–1972, 1972–1976 und 1976–1987. Der nächste Band soll die Geschichte bis zum Ende der Greendale-Tour im Jahr 2004 weiterführen. „Die Volume Dealers waren fleißig“, schrieb Young. „Volume 4 der Archives ist in Arbeit und nähert sich der Abschlussphase – für alle Songs, die wir in den letzten zwei oder drei Jahren aufgespürt haben.“

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Auch ein neues Album steht in den Startlöchern: „Second Song“, das Young kürzlich mit den Chrome Hearts in Rick Rubins Shangri-La-Studios in Malibu, Kalifornien, aufgenommen hat. Das Material ist größtenteils brandneu, enthält aber auch zwei oder drei bislang unveröffentlichte Songs, die Young um 1963/64 geschrieben hat und die noch nie zu hören waren.

Farm Aid im September

Ursprünglich hatte Young geplant, den Sommer mit den Chrome Hearts auf Europatournee zu verbringen – doch er zog die Termine zurück, ohne die Gründe je vollständig zu erläutern. Am 22. Mai tauchte er dann überraschend bei David Suzukis 90. Geburtstagskonzert in Vancouver auf und spielte ein vierteiliges Set. Außerdem steht er beim Farm Aid auf dem Programm, das am 26. September in Virginia Beach, Virginia, stattfindet.

Andy Greene schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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