Justin Baldoni meldet sich erstmals öffentlich nach dem „It Ends With Us“-Prozessvergleich

„Es wurden so viele schmerzhafte Dinge in den letzten Jahren in die Welt gesetzt“, sagt der Schauspieler und Regisseur in einem neuen Video nach dem Ende seines Rechtsstreits mit Blake Lively.

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Justin Baldoni hat sich erstmals seit fast zwei Jahren öffentlich zu Wort gemeldet – nachdem sein Rechtsstreit mit Blake Lively rund um „It Ends With Us“ mit einem außergerichtlichen Vergleich endete.

In einem Video, das er am Mittwoch in den sozialen Medien veröffentlichte, trat Baldoni gemeinsam mit seiner Frau Emily auf und sagte: „Wir haben uns den Großteil der letzten zwei Jahre nicht öffentlich geäußert – und das nicht, weil wir nichts zu sagen gehabt hätten, denn Gott weiß, dass wir das hatten. Aber jedes Mal, wenn wir ein solches Video drehen wollten, wenn wir reden wollten, sagte uns irgendetwas: noch nicht. Es fühlte sich einfach nicht wie der richtige Moment an.“

„Und jetzt fühlt es sich wie der Moment an“, ergänzte Emily.

Trauma und Dankbarkeit

Das Paar sprach darüber, wie zermürbend die vergangenen Jahre während des Verfahrens gewesen seien. Baldoni sagte zwar, „Dankbarkeit hat uns gerettet“, betonte aber gleichzeitig, dass das nichts an dem „Unrecht und dem Schmerz, den wir die letzten zwei Jahre gespürt haben“, ändere.

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Emily fügte hinzu: „Wie kann so etwas überhaupt passieren? Und dann noch als Kampf für Frauen getarnt. So vieles, das aufgearbeitet werden muss. Und die Realität ist, dass wir als Familie durch viel Trauma hindurchmüssen – was es auch schwer macht, darüber zu sprechen.“

„Es wurden so viele schmerzhafte Dinge in den letzten Jahren in die Welt gesetzt, das hat so viel Lärm erzeugt – und wir wollten diesen Lärm nicht noch vergrößern“, sagte Baldoni. Emily ergänzte: „Die Wahrheit und die Fakten haben für sich selbst gesprochen.“

Der Vergleich im Mai

Im Mai einigten sich Lively und Baldoni auf einen Vergleich in ihrem erbitterten Rechtsstreit rund um den gemeinsamen Film „It Ends With Us“ – nur wenige Wochen vor dem geplanten Prozessbeginn. Lively hatte Baldoni und seine Produktionsfirma Wayfarer Studios beschuldigt, am Set ein toxisches, sexuell aufgeladenes Arbeitsklima geschaffen und Frauen diskriminiert zu haben. Außerdem behauptete sie, Baldoni und die Produzenten des Films hätten eine Verleumdungskampagne orchestriert, um sie zum Schweigen zu bringen und zu „vernichten“. Baldoni wies Livelys Vorwürfe zurück und reichte seinerseits Verleumdungsklage gegen sie ein – die allerdings schließlich abgewiesen wurde.

Im Rahmen des Vergleichs erhielt Lively keinerlei finanzielle Entschädigung, doch ein Richter verpflichtete Baldoni zur Übernahme der Anwaltskosten der Schauspielerin – insgesamt acht Millionen Dollar.

Nach dem Vergleich sagte Baldoni: „Wir heilen, und wer schon einmal etwas Traumatisches erlebt hat, weiß, dass Heilung nicht linear verläuft. Sie sieht jeden Tag anders aus. Wir mussten für uns selbst neu definieren, was real ist und was zählt. Und das ist es: unsere Familie, unsere Freunde, unsere Gemeinschaft, die für uns da war. Unser Glaube. Ich glaube, wir sind einander näher und unserem Glauben treuer und standhafter als je zuvor.“

Dank an die Unterstützer

Er fuhr fort: „Außerdem liegt uns beiden das am Herzen: So viele von euch waren unsere Stimme, als wir selbst keine hatten. Ihr habt von Anfang an gebetet – einfach darum, dass die Menschen Unterscheidungsvermögen haben mögen. Und so viele von euch hatten dieses Gespür, haben ihrer Intuition vertraut. Ihr habt eure Zeit geopfert, um für uns zu kämpfen, und Danke fühlt sich nicht annähernd genug an.“

„Es gibt noch so viel mehr zu sagen“, sagte Emily am Ende des Videos. „Aber der Moment dafür wird kommen.“

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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