Blake Lively und Justin Baldoni einigen sich im „It Ends With Us“-Rechtsstreit – wenige Wochen vor dem Prozess
Kurz vor Prozessbeginn haben Blake Lively und Justin Baldoni ihren erbitterten Rechtsstreit um den Film „It Ends With Us“ außergerichtlich beigelegt.
Blake Lively und Justin Baldoni haben ihren erbitterten Rechtsstreit rund um den gemeinsamen Film „It Ends With Us“ beigelegt – nur wenige Wochen bevor der Fall vor Gericht hätte gehen sollen.
In einer gemeinsamen Erklärung, die dem ROLLING STONE vorliegt, erklärten Anwälte von Baldonisproduktionsfirma Wayfarer Studios und Lively: „Das Endprodukt – der Film ‚It Ends With Us‘ – ist eine Quelle des Stolzes für alle, die daran mitgewirkt haben. Das Bewusstsein für das Thema häusliche Gewalt zu schärfen und das Leben von Überlebenden nachhaltig zu berühren – das ist ein Ziel, hinter dem wir alle stehen.“
Weiter heißt es: „Wir erkennen an, dass der Prozess Herausforderungen mit sich brachte, und räumen ein, dass die von Ms. Lively geäußerten Bedenken Gehör verdient hätten. Wir bekennen uns nachdrücklich zu einem Arbeitsumfeld frei von Übergriffen und destruktiven Verhältnissen. Es ist unser aufrichtiger Wunsch, dass dies für alle Beteiligten einen Abschluss bedeutet und ihnen erlaubt, konstruktiv und in Frieden voranzugehen – einschließlich eines respektvollen Umgangs im Netz.“
Baldoni besonders zufrieden
Über die genauen Konditionen der Einigung ist nichts bekannt. Wie ROLLING STONE erfahren hat, zeigt sich Baldoni mit dem Ergebnis jedoch besonders zufrieden.
Die mit Spannung erwartete Jury-Auswahl war für Montag, den 18. Mai, angesetzt gewesen; der Prozess selbst hätte zwischen sechs und acht Wochen dauern sollen. Beide Parteien schienen bis zuletzt auf einen Verhandlungsbeginn vorbereitet – noch am vergangenen Freitag wurden Schriftsätze eingereicht.
Der langwierige Rechtsstreit geht auf Livelys Vorwürfe zurück, Baldoni und Wayfarer hätten am Set von „It Ends With Us“ ein toxisches, sexuell aufgeladenes Arbeitsumfeld geschaffen, das Frauen diskriminierte. Außerdem warf sie Baldoni und den Produzenten des Films vor, eine Verleumdungskampagne orchestriert zu haben, um sie zum Schweigen zu bringen und ihren Ruf zu zerstören.
Klagen auf beiden Seiten
Baldoni und Wayfarer wiesen Livelys Vorwürfe zurück und gingen ihrerseits rechtlich vor. Baldoni reichte eine Gegenklage über 400 Millionen Dollar wegen Verleumdung gegen Lively ein – diese wurde jedoch schließlich abgewiesen. Zudem verklagte er die „New York Times“ wegen ihres Berichts, der Livelys ursprüngliche Belästigungsvorwürfe gegen ihn publik gemacht hatte. Auch diese Klage scheiterte vor Gericht.
Bei all den Anschuldigungen, die in den vergangenen Jahren hin und her flogen, hatte sich der Umfang des Falls zuletzt deutlich verengt. Anfang des Monats wies die Richterin zehn von Livelys dreizehn Klagepunkten ab – darunter die Vorwürfe sexueller Belästigung. Der Prozess hätte sich damit im Wesentlichen auf Vergeltungsmaßnahmen und Vertragsbruch konzentriert.
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