About:Kate – Folge 5: Luzides Schäumen

Mit einem Smartphone und einem Buch von Frederik Von Eden, dem Pionier des Luziden Träumens, lässt sich Kate auf einer sonnigen Blumenwiese mit Hustensaft volllaufen.  „Der Trunkene im Frühling“ aus Gustav Mahlers Liederzyklus „Lied von der Erde“ dringt aus ihren Kopfhörern: „Ich trinke, bis ich nicht mehr kann“.

Dann wechselt die Perspektive, man schaut Kate plötzlich nicht mehr zu, sondern sieht die Welt von ihrer verwackelten Warte aus –  stilistisch mehr als nur angelehnt an Jonas Åkerlunds Prodigy-Musikvideo zu „Smack My Bitch Up“ nimmt die Kamera den Zuschauer mit auf eine außer Kontrolle geratene Party-Parforce durchs nächtliche Berlin: 

Döner essen, stolpern, fremden Menschen durch die Haare wuscheln, kotzen, mit Koks weitermachen, grapschen – immer aggressiver reagiert die Umwelt auf Kates Delirium, während man nie ihr Gesicht sieht, sich aber mit einigem Widerwillen denken kann, wie verzweifelt und entgleist sie aussehen muss, während sie da durch die Nacht taumelt. Und dass sie in so einem Zustand dann ausgerechnet ihre alte „Freundin“ Anne treffen muss!

Als Irrenhaus-Pfleger Ingo ihr schließlich von der Bühne eines Nachtclubs aus Roy Orbinsons Blue-Velvet-Klassiker „In Dreams“ vorsingt, dämmert es nicht nur dem sie betreuenden Klinik-Personal, dass Kate sich nun vielleicht tatsächlich mit dem Kopf voraus in ihrem selbstdiagnostizierten Wahn verrannt hat.

Die ganze neue About:Kate-Folge „Nicht im Traum“ können Sie auf Arte und in Kates Fernsehzimmer sehen.


Schon
Tickets?

Für Fans von Sebadoh: Diese Bands stillen Ihren Hunger nach Lo-Fi

Seit dem 24. Mai läuft Sebadohs „act surprised“ rauf und runter, der Sound der Snare ging bereits in Mark und Bein über, Lou Barlow rief auf jeden Fall bereits mehr als fünfzig Mal dazu auf, die Leere zu feiern. Für alle, die ebenfalls nicht genug bekommen können von der Sonne, die uns die Lo-Fi-Legenden erst kürzlich gebracht haben, hier ein Überblick vergleichbarer Bands. Lassen wir also alles hinter uns, um dann Neuem zu begegnen. https://www.youtube.com/watch?v=TaAP3DJRADU Pavement Manch einer mag etwas Zeit benötigen, sich an die außergewöhnlich wackelige Stimme Stephen Malkmus' zu gewöhnen, sie gar ästhetisch zu finden. Einmal geschehen, fallen die…
Weiterlesen
Zur Startseite