Ältester Oscar-Gewinner aller Zeiten: Christopher Plummer ist tot


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Christopher Plummer ist tot. Der kanadische Schauspieler verstarb am Freitag, dem 5. Februar 2021 im Alter von 91 Jahren an den Folgen eines Sturzes. Plummer war unter anderem seine Rollen in „The Sound of Music“, „The Last Station“, „The New World“ und „Beginners“ ein Begriff.

Offizielles Statement

Plummers Freund und langjähriger Manager Lou Pitt bestätigte den Tod in einem Statement gegenüber dem US-amerikanischen Magazin „Variety“. „Chris war ein außergewöhnlicher Mann, der seinen Beruf zutiefst liebte und respektierte, mit großartigen altmodischen Manieren, selbstironischem Humor und der Musik der Worte. Er war ein Nationalschatz, der seine kanadischen Wurzeln zutiefst wertschätzte. Durch seine Kunst und seine Menschlichkeit hat er unser aller Herzen berührt und sein legendäres Leben wird für alle kommenden Generationen weiterbestehen. Er wird für immer bei uns sein.“

Theater, Film und TV

Plummer wurde am 13. Dezember 1929 im kanadischen Toronto geboren und wuchs in Montreal auf. Er war gleichermaßen im Film, TV und im Theater zu Hause. Die Filmbewertungsplattform „IMDb“ rechnet ihm insgesamt rund 200 Credits zu. Sein Debüt als Theaterschauspieler feierte er 1948 im Shakespeare-Stück „Cymbeline“ im Canadian Repertory Theatre in Ottawa. In den 1950er-Jahren zog es ihn nach New York, wo er nicht nur in etlichen TV-Shows zu sehen war, sondern auch in Broadway-Stücken spielte.

Das erste Mal auf der Kinoleinwand zu sehen war er 1958 in Sidney Lumets Film „Eines Tages öffnet sich die Tür“. Zu seinen zahlreichen Rollen zählt die Darstellung von Captain van Trapp im Kultfilm „The Sound of Music“ (1965), die ihn weltberühmt machte. 2012 gewann er den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in „Beginners“ – und wurde zum ältesten Academy-Award-Gewinner aller Zeiten (von Ehrentrophäen mal abgesehen). Wie einsatzfähig und agil er noch im hohen Alter war, zeigte Plummer 2017 in Ridley Scotts „Alles Geld der Welt“: Er ersetzte per Nachdreh kurzfristig den wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs gefeuerten Kevin Spacey – und sicherte sich damit seine letzte Oscar-Nominierung, als „Bester Nebendarsteller“.