ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE

Album der Woche: Florence and the Machine – „High As Hope“

Urban klingt auf ihrem vierten Album, erstmals selbst koproduziert, allerdings rein gar nichts: Ihr idyllisch verwunschener Barock-Pop geht zwar in die Höhe, aber noch mehr in die Tiefe – ähnlich wie auf „Ceremonials“ (2011). Welchs Phrasierungen schlängeln sich wie Efeuranken an einem altehrwürdigen Gemäuer, die Eröffnungssekunden imitieren den gedämpften Glockenschlag einer Turmuhr. Die Geisterstunde hat etwas Magisch-Erhabenes.

Ode an Patti Smith

Bereits im Foyer enthüllt die Engländerin die erste opulent-orches­trale Stuckvergoldung, und ihre alles überstrahlende Präsenz lässt die kreativen Beiköche – darunter Jamie xx, Kamasi Washington (HIER die Review zum neuen Album „Heaven And Earth“ lesen) und Tobias Jesso Jr. – wie Statisten aussehen. Patti Smith hingegen bekommt, trotz Abwesenheit, mit „Patricia“ ­­eine Hauptrollen-Ode verehrt, die in der Erkenntnis „It’s such a wonderful thing to love“ kulminiert – das hoffnungsvolle Gegenstück zur Liebes­zauder-Chronologie „Hunger“.

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Die besten Soundtracks aller Zeiten: „Suspiria“ von Goblin

Der Film „Suspiria“ (1977) ist neben „Rosso - die Farbe des Todes“ (Profondo Rosso ) der Höhepunkt im Werk von Dario Argento, der das von Mario Bava („Blutige Seide“) begründete Giallo-Kino in eine ästhetisch noch einmal wesentlich anspruchsvollere Dimension überführte. Mit klug zusammengemischten Elementen des Gothic-Horror, Schauereffekten aus der Hammer-Schule, überraschend wenig Blut und einer großen Portion okkultem Firlefanz gelang dem italienischen Regisseur ein abgründiger Schocker, der vor allem auch wegen seiner herausragenden Farbdramaturgie auf ewig in den Listen der besten Horrorfilmen auftauchen wird. Nachträglich zum ersten Teil einer „Mutter-Trilogie“ erhoben, deren Fortsetzungen „Inferno“ (Horror Infernal) und „Die dritte Mutter“…
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