Versehentlicher Schuss durch Alec Baldwin: Neue Details zum Unfallhergang am Set von „Rust“


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Nach der Nachricht, dass Alec Baldwin am Donnerstag (21. Oktober) durch einen versehentlich abgegebenen Schuss am Set von „Rust“ die Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzte und den Regisseur Joel Souza schwer verwundete, kommen jetzt weitere Details zum Unfallhergang ans Tageslicht.

Wie die „Los Angeles Times“ berichtet, habe man an besagtem Nachmittag eine Szene gedreht, bei der Baldwin in einem Schusswechsel aus einer Kirche tritt. Kamerafrau Halyna Hutchins habe sich gerade vor einem Monitor befunden, um die nächste Kameraeinstellung vorzubereiten, als sie vom Schuss der sogenannten Prop Gun getroffen wurde. Hinter ihr stand Regisseur Joel Souza. Der Schauspieler hatte sich in dem Moment ebenfalls vorbereitet. In der Szene sollte er die Waffe aus dem Holster ziehen – die Crew habe „Cold gun“ gerufen, was darauf hindeutete, dass es sich um eine nicht geladene Waffe handelte. Beim ersten Herausziehen sei die Waffe nicht losgegangen, beim zweiten Mal löste sich jedoch ein Schuss. Hutchins wurde in die Brust nahe der Schulter getroffen, Souza traf das durchtretende Projektil ebenfalls in die Schulter. Die Kamerafrau sei sofort zu Boden gegangen und Crew-Mitglieder sollen versucht haben, die Blutung zu stoppen.

Wie „Associated Press“ bereits einen Tag nach dem Vorfall berichtete, habe Baldwin eine Waffe mit Munition vom Regieassistenten erhalten, jedoch mit der Anmerkung, dass sie Nutzung sicher sei. Der Mitarbeiter habe nicht gewusst, dass es sich dabei um eine geladene Waffe gehandelt habe. Verantwortlich für die Waffen am Set war Hannah Gutierrez Reed, die 24-jährige Tochter von Filmveteran Thell Reed. Bereits im Vorfeld soll es Sicherheitsbedenken der Crew gegeben haben.

Alec Baldwin äußert sich auf Twitter zum tödlichen Unfall

Mittlerweile hat sich auch Alec Baldwin zu dem Vorfall geäußert. Auf Twitter schrieb er: „Es gibt keine Worte, die meinen Schock und meine Trauer angesichts dieses tragischen Unfalls, der Halyna Hutchins das Leben kostete, ausdrücken können. Eine Ehefrau, eine Mutter, eine sehr geschätzte Kollegin von uns. Ich kooperiere mit der Polizei, die den Fall untersucht, um herauszufinden, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte.“

Weiter heißt es: „Ich stehe in Kontakt mit ihrem Ehemann und biete ihm und seiner Familie meine Unterstützung an. Ich fühle mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und allen, die Halyna kannten und liebten.“