Alice Coopers neue Memoiren erkunden die „Evilution“ des Sängers

„Devil on My Shoulder“ soll die definitive Autobiografie des Shock-Rock-Pioniers werden – erscheint am 6. Oktober.

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Alice Cooper hat schon tausende Leben gelebt, wenn man die Anzahl der Male zählt, die der Shock-Rock-Pionier sich selbst auf der Bühne guillotiniert hat. In seinem neuen Buch „Devil on My Shoulder: A Memoir“, das am 6. Oktober erscheint, verspricht der 78-jährige Sänger, auf sein einziges, singuläres Leben zurückzublicken.

Sein Verlag bezeichnet das Buch als „definitive Autobiografie“ – eine bemerkenswerte Einordnung, da er seine Lebensgeschichte bereits zweimal veröffentlicht hat: in „Me, Alice“ (1976) und „Golf Monster“ (2007). Das neue Buch soll nicht nur die Entstehung der Alice-Cooper-Figur beleuchten, die der Sänger (bürgerlicher Name: Vincent Furnier) Ende der Sechziger mit seinen Bandkollegen entwickelte, sondern auch den Widerspruch zwischen seinem Bühnenleben als „Godfather of Shock Rock“ und dem, was sein Verlag als den „tief religiösen, nüchternen Mann hinter der Maske“ beschreibt.

„Ich habe dieses Buch geschrieben, um Alices ‚Evilution‘ zu verfolgen, und wie ich ihn schließlich gezähmt habe“, erklärte der Künstler in einem Statement. „So wie er und ich fast tödlich miteinander verwoben wurden, ist die Geschichte von Alice Cooper nach über 30 Alben und mehr als 60 Jahren ein Geflecht aus Ausschmückungen, Übertreibungen und handfesten Erfindungen geworden – und ich glaube, es ist Zeit, Realität von Mythos zu trennen.“

Begegnungen mit Legenden

Cooper verspricht außerdem aufschlussreiche Geschichten über die vielen anderen Künstler, denen er in seinem Leben begegnet ist – darunter Salvador Dalí, Bob Hope, John Lennon, Groucho Marx, Vincent Price, Frank Sinatra, Errol Flynn, Bette Davis, Jimi Hendrix, Gerald Ford, Andy Warhol und Tiger Woods. Er kündigt auch an, über einige seiner berühmtesten Bühnen-Requisiten zu sprechen, darunter die Guillotine, „Cold Ethyl“, tote Babys und die Schlange.

„Und ich möchte über Gott reden“, sagte er. „Keine Sorge, ich werde euch nicht mit einer Bibel auf den Kopf hauen. Ich möchte nur beschreiben, wie ich Ihn in mir wohnen fand. Alice, dieser unverbesserliche Lügner, war so lange eine Stimme in meinem Ohr, flüsterte Lügen und süße Nichtigkeiten, tat so, als wäre er mein besseres Gewissen und meine Inspiration, tat so, als wäre er ich – da finde ich, es ist nur recht, beide Seiten der Geschichte zu erzählen: den Engel auf der einen Schulter, den Teufel auf der anderen.“

Cooper veröffentlichte sieben Alben mit der originalen Alice Cooper Band von Ende der Sechziger bis zu ihrer Trennung Mitte der Siebziger sowie letztes Jahr ein weiteres, „The Revenge of Alice Cooper“. Seit seinem ersten Soloalbum „Welcome to My Nightmare“ hat er zusätzlich 21 Soloalben herausgebracht. Für den Frühling stehen zahlreiche Tourdaten an, und für den Sommer ist eine Tour mit seiner Supergroup Hollywood Vampires geplant.