Kritik „Aliens“: Zu gut, um nur eine Fortsetzung zu sein


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Auf dem Papier las sich „Aliens“ so, als hätten die prätentiösen Mockumentary-Metaller von Spinal Tap beschlossen ins Filmfach zu wechseln – und den Gitarren-Verstärker wieder mal auf elf zu drehen, wo doch eigentlich zehn das Maximum ist. „Aliens“, das war auf den ersten Blick: Militär statt Arbeiter, Maschinengewehre statt Stethoskope, und Aliens, viele viele böse Aliens – statt nur ein Alien, wie im ersten Teil von 1979.

Regisseur James Cameron, damals 32, soll den Produzenten bei der Projektvorstellung gesagt haben: „Aliens statt Alien. Stellen Sie sich das ‚s’ einfach als Dollarzeichen vor.“ Und wie Recht er behalten sollte: „Aliens“ erzielte mit 85 Millionen Dollar die siebthöchsten Einnahmen des Jahres 1986, beeindruckend damals für einen Horror-Film.

Wer heute durch die beliebten Listen der „besten Fortsetzungen aller Zeiten“ blättert, oder gar „Fortsetzungen, die besser sind als das Original“, entdeckt „Aliens“ ebenso häufig wie „Der Pate 2“, „Star Wars: Das Imperium schlägt zurück“, „Star Trek 2: Der Zorn des Khan“, „The Dark Knight“, „Toys 2“ oder Camerons eigener „Terminator“-Fortsetzung.

Die Darsteller müssen knallen, nicht die Effekte

„Aliens“ bot mehr als ein immer höher, immer weiter, ein immer mehr, wie es von heutigen Sequels verlangt wird, von denen die meisten eben alles falsch machen. Weil es eben nicht nur darum gehen darf, dass das Effekt-Spektakel mehr knallt, um den Zuschauer ein zweites Mal zu fesseln. Denn wie bindet man den Zuschauer ein weiteres Mal? Indem man die Figuren selbst, nicht die Effekte, zu einem Spektakel macht, das noch mehr knallt.

Natürlich nicht nur, indem wir von der „Alien“-Überlebenden Ripley (Sigourney Weaver) den Vornamen erfahren (Ellen). Wir lernen sie im zweiten Teil überhaupt erst kennen. Planungssicherheit, Zielstrebigkeit und ein gesunder Sinn für Vorschrift, so stellte sich Lieutenant Ripley im Kampf gegen den ersten Außerirdischen („Alien“ von 1979)  dar, den ihre Crew ungewollt mit an Bord ihres Frachters nahm. Am Ende ist Ripley nicht nur die einzige Überlebende der Alien-Attacke, ihr gelingt es auch das Wesen raus in den Weltraum zu blasen. Was sie antrieb, warum sie so effektiv sein kann, für wen sie sich ins Zeug legte, das blieb unklar. Dass sie sich für Schutzbedürftige einsetzt, deutete ihr liebevoller Umgang mit dem Kater Jonesy an, für den sie ihr Leben riskiert.



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