ALLE Halbzeit-Shows des Super Bowl im Ranking
Wir haben alle Halftime Shows gesehen und die Auftritte vom schlechtesten zum besten Besten gerankt.
24. Boyz II Men (1998)
Wenn es um Halbzeitshows ging, lautete das Motto in den späten Neunzigern „mehr Sixties-R&B-Oldies, bitte“. Boyz II Men, zu dieser Zeit immer noch eine der größten und besten Popgruppen der Welt, führten diese Hommage an Motown an und brachten Smokey Robinson, die Temptations, die Four Tops und Martha Reeves mit. Und was sagt man dazu – kein Jim Belushi.
23. Justin Timberlake (2018)
JT kehrte an den Ort des Verbrechens zurück und wiederholte „Rock Your Body“ beim Super Bowl, 14 Jahre nachdem es Janet Jacksons Karriere zum Kentern brachte. Er hat es einfach gehalten – keine N’Sync-Wiedervereinigung, kein Janet-Rematch, kein Britney-Wirbel während „Cry Me A River“, nicht einmal Timbaland für „Sexy Back“. Justin warb für ein neues Album („Man of the Woods“ hieß es – ernsthaft) und wollte auf die fadeste Art und Weise gefallen. Der Höhepunkt war ein kurzes Video-Duett mit Prince bei „I Would Die 4 U“. Aber als er mit „Can’t Stop The Feeling“ endete, hätte nicht einmal Prince ein Argument dafür liefern können, das Gefühl nicht zu stoppen.
22. Stevie Wonder und Gloria Estefan (1999)
Stevie Wonder gab in Miami ein paar bewährte Klassiker zum Besten und der lokalen Göttin Gloria Estefan eine längst verdiente Chance auf Wiedergutmachung beim Super Bowl. „Sir Duke“ war eine Hommage an Duke Ellington zu dessen hundertstem Geburtstag; zum Finale trug er eine Jacke mit der Aufschrift „AFRICAN“ auf dem einen Ärmel und „AMERICAN auf dem anderen. Gloria drehte den Beat um und gab ihren Leuten aus Miami Salsa-Percussions. Und der Gastauftritt der damals angesagten Swing-Revivalisten Big Bad Voodoo Daddy wird zukünftige Historiker daran erinnern, dass die Neunzigerjahre seltsam waren.
21. Shania Twain, Sting und No Doubt (2003)
Hey, lasst uns einfach vergessen, dass Shania Twain bei diesem Auftritt aufgetaucht ist, okay? Ihr Auftritt war ein karrierezerstörendes Trauerspiel – man weiß, dass der Star am Boden liegt, wenn die Kamera Nahaufnahmen von dem Typen mit dem Umhängekeyboard macht. Aber Sting und Gwen Stefani waren da und haben die Show gerettet. Mit ihrem tantrischen Harmoniegesang zu „Message in a Bottle“ gaben sie ein wahnsinnig süßes Paar ab. Stefani war ein Naturtalent in dieser Rolle und begeisterte das Publikum mit ihrem ganz und gar amerikanischen Enthusiasmus – sie machte sogar Liegestütze zum feministischen „Just a Girl“. Es ist schon seltsam, dass sie nie gebeten wurde, zurückzukommen und es noch einmal zu machen. Bonuspunkte für Sportreporter Chris Berman, der die Pointe hinzufügte: „Sting war bei den Raiders in der Offensive!“
20. The Weeknd (2021)
Meine Damen und Herren, The Weeknd. Für den ersten pandemischen Super Bowl machte Abel Tesfaye das Beste aus den Kontakt-Einschränkungen. Er trat ganz allein, ohne Gäste oder Duette, in einem halbleeren Stadion auf. Das Energielevel war sehr niedrig, aber wenigstens passte das schrille Bühnenbild zur Entfremdung von „Can’t Feel My Face“ – vor allem als er von Roboter-Mumien-Tänzern mit grotesken Gesichtsverbänden bedrängt wurde. Der Auftritt kam nicht in Fahrt, erst nach 11 Minuten mit einer seltsamen Interpretation von Siouxsie and the Banshees „Happy House“ – der gothischste Super-Bowl-Moment aller Zeiten?
19. Bruno Mars und die Red Hot Chili Peppers (2014)
Bruno Mars war eine mutige Wahl – die Leute fragten sich, ob er überhaupt genug Songs hatte, um den Zeitrahmen zu füllen. Aber mit seinem Schlagzeugsolo bewies er sofort, dass er dazugehört. Mit seinen Old-School-R&B-Moves, einer Jackie-Wilson-Tolle und einem James-Brown-Anzug erinnerte er an die Halbzeitshows der Motown-Revue in den Neunzigern. Zudem ließ er „Shout“ von den Isley Brothers wieder aufleben. Dann überließ er die Bühne den Red Hot Chili Peppers, die zur Überraschung aller ohne Hemd zu einem ihrer größten Hits herumsprangen.