Amazon lässt OpenAI-Film „Artificial“ nach Partnerschaft mit dem KI-Konzern fallen

„Artificial“ wäre bei einem anderen Studio besser aufgehoben, sagt Amazon über den von Luca Guadagnino gedrehten Film über OpenAI-Gründer Sam Altman.

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Amazon hat den geplanten Film „Artificial“ über OpenAI und dessen Gründer Sam Altman fallen gelassen – vier Monate nachdem die beiden Unternehmen eine „strategische Partnerschaft“ vereinbart hatten.

„Artificial“, unter der Regie von Luca Guadagnino und mit Andrew Garfield in der Hauptrolle, war Berichten zufolge fast fertiggestellt und befand sich bereits in Testvorführungen, als Amazon MGM Studios am Samstag bekannt gab, sich von dem Projekt zu trennen. In einem Statement deutete Amazon den Interessenkonflikt an.

„Wir haben den größten Respekt und die tiefste Bewunderung für Luca Guadagnino als preisgekrönten Filmemacher – ganz zu schweigen von unserer langjährigen Zusammenarbeit, die wir hoffentlich fortsetzen werden“, erklärte ein Amazon-Sprecher. „Wir sind der Überzeugung, dass ‚Artificial‘ bei einem anderen Studio besser aufgehoben wäre, und arbeiten eng mit dem Filmteam zusammen, um einen neuen Verleih zu finden.“

Milliardendeal als Stolperstein

„Variety“ berichtet, dass „Artificial“ bereits bei anderen Studios und Streamingdiensten angeboten werde – solchen, die keine Partnerschaften im dreistelligen Milliardenbereich mit OpenAI eingegangen sind. Im Februar hatten Amazon Web Services und OpenAI einen Deal verkündet, um „generative KI-Anwendungen und -Agenten in Produktionsgröße zu entwickeln“ sowie „maßgeschneiderte Modelle bereitzustellen, die Amazons kundenorientierte Anwendungen antreiben sollen“. Der Deal umfasste eine weitere Amazon-Investition von 50 Milliarden Dollar in OpenAI – zusätzlich zu einem 100-Milliarden-Dollar-Achtjahresvertrag zwischen den beiden Unternehmen.

Bei derart viel Geld auf dem Spiel war Amazon offenbar wenig begeistert davon, „Artificial“ vollständig zu unterstützen oder gar zu veröffentlichen. „Variety“ zufolge zeichnet der Film ein negatives und wenig schmeichelhaftes Bild von OpenAI-Gründer Altman. Neben Garfield stehen Monica Barbaro, Yura Borisov, Cooper Hoffman, Jason Schwartzman, Mark Rylance und Ike Barinholtz als Elon Musk vor der Kamera.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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