Andy Serkis lässt den Gollum wieder auferstehen – als Wladimir Putin


von

Für die Darstellung der Fieslings-Figur Gollum in der Trilogie „Herr der Ringe“ erhielt der britische Schauspieler Andy Serkis weltweite Anerkennung. Über zwanzig Jahre nach dem Filmstart erweckte er den von Missgunst zerfressenen Fantasy-Charakter wieder zum Leben. In der „Late Show with Stephen Colbert“ auf dem US-TV-Network CBS ließ er ihn als Wladimir Putin wieder auferstehen.

Kritik: „The Batman“:

Eigentlich war Serkis ja in die Show gekommen, um über seine Rolle als Alfred Pennyworth (der treue Butler von Bruce Wayne) im aktuellen Blockbuster „The Batman“ zu reden. Doch dann lenkte Colbert, als bekannter Megafan von „Herr der Ringe“ das Gespräch schnell auf das Geschehen in Mittelerde.

Serkis wusste zu berichten, dass er 132 (!) verschiedenen Charakteren in der jüngsten Hörbuch-Fassung der „Ringe“ seine Stimme leiht; was er dann auch prompt mit einer Studiomikrophon-Attrappe demonstrierte. Als seine Paraderolle Gollum an der Reihe war, zog er in einer kurzen Spielaktion verblüffende Parallelen zu Wladimir Putin.

Auf dem Talk-Sofa inszenierte er die Mutation vom (guten Hobbit-Charakter) Sméagol zum Erzschurken Gollum. „Wir wollen es. Wir brauchen es. Wir müssen Kiew haben!“ ließ er den Putin-Gollum fauchen. In der inneren Gegenrede mahnte die Stimme des Gollum-Gewissens an, dass „sie“ dann heftige Sanktionen verhängen werden. „Sanktionen? Sanktionen, mein Schatzzzzzzz? Wenn sie so das tun, werden wir sie einen Scheißdreck zurückbekommen.'“

Mit dieser Putin-Parodie verwies Andy Serkis auf die zahlreichen Sanktionen und Boykotte hin, die von zahlreichen Ländern gegen Russland verhängt wurden. Wohlwissend, dass etwa der blockierte Start von „The Batman“ in russischen Kinos bestenfalls ein Nadelstich sein kann angesichts von Krieg und Zerstörung.

Gleichwohl haben alle großen Hollywood-Studios, darunter Warner Bros, Disney oder Sony, bis auf weiteres jede Zusammenarbeit mit Kinos oder Plattformen in Russland eingestellt.