MGMT


2007 erscheint das allseits gelobte Debütalbum ‚Oracular Spectacular’ von MGMT, das mit ‚Time To Pretend’, ‚Electric Feel’ und ‚Kids’ drei eingängige Synth-Pop-Hits enthält. Als das Album 2008 in mehreren Ländern die oberen Chart-Ränge erreicht und die Songs bei einem breiten Publikum bekannt werden, existiert die Band bereits seit sechs Jahren.

MGMT, während der ersten Jahre noch ‚The Management’, wird 2002 von den Studienkollegen Benjamin Goldwasser und Andrew VanWyngarden gegründet. An kommerziellen Erfolg verschwendet das Duo damals keinen Gedanken, vielmehr wollen sie experimentieren. Einigen Studenten der New York University gefällt das jedoch so gut, dass sie extra für The Management ein Label namens Cantora Records gründen.

2005 erscheint dort die erste EP der Band, ‚Time To Pretend’.  Darauf enthalten sind zwei Songs, der Titelsong ‚Time To Pretend’ und eine beschwingte Synth-Pop-Nummer namens ‚Kids’, die MGMT wenige Jahre später zum großen Durchbruch verhelfen sollen.

Doch zuerst tourt die Band, spielt im Vorprogramm von Of Montreal und wird schließlich von Sonys Tochterlabel Columbia Records entdeckt und unter Vertrag genommen.

2008 erscheint das Major-Debüt ‚Oracular Spectacular’. Zu finden sind auf dem Album auch die Songs ‚Time To Pretend’ und ‚Kids’, die bereits drei Jahre zuvor veröffentlicht wurden und sich nun zu Hits der Indie-Szene entwickeln. ‚Kids’ wird als die erfolgreichste Singleauskopplung 2008 von Nicolas Sarkozy und seiner Partei, der UMP, ohne die Genehmigung der Band für parteiliche Zwecke genutzt. Als Entschädigung zahlt die Partei über 30000 Dollar an MGMT. Das Geld wird an eine Organisation gespendet, die die Rechte von Künstlern vertritt.

Kurz nach dem Release von ‚Oracular Spectacular’ werden MGMT schließlich eingeladen, an einem Song für Jay-Zs ‚The Blueprint 3’ mitzuarbeiten. Das Duo nimmt das Angebot an. Der beigesteuerte Track wird jedoch sofort abgelehnt, da er „zu verrückt“ ist.

2010 erscheint das zweite Album von MGMT: ‚Congratulations’ wirkt mit seinem vertrackten Psychedelic Rock wie eine Rebellion gegen die eingängigen Indie-Pop-Nummern des Vorgängers. Noch vor der offiziellen Veröffentlichung kann man sich das komplette Album auf der Internetseite der Band anhören.

Obwohl ‚Congratulations’ von vielen als „kommerzieller Selbstmord“ der Band angesehen wird, bleiben MGMT auch bei ihrem 2013 erschienenen dritten Album ‚MGMT’ beim Psychedelic Rock.

MGMT haben wir außerdem gefunden in:

03.04.2021:  Wir präsentieren die 20 berühmtesten Stubentiger mit Popmusikbezug – samt ihrer bekannten Frauchen, Herrchen und Gefährten. in Die 20 berühmtesten Katzen der Popmusik (und die wichtigsten Pussy-Songs)

04.10.2019:  Benjamin von Stuckrad-Barre im munteren Plausch mit Neil Tennant und Chris Lowe. Eines der schönsten RS-Interviews der letzten Jahre, zum 60. Geburtstag von Chris Lowe noch einmal online. in Pet Shop Boys im Interview: „Wir waren schon immer sehr deutsch“

31.05.2019:  Adam Green veröffentlicht im September seine zehnte Studio-LP. Musikalisch geht es zurück in die Nuller-Jahre - mit Gaststars wie Florence Welch. in Adam Green: Neues Album - „Engine of Paradise“, erste Single „Freeze My Love“

Reviews zu MGMT


  • MGMT - Opulenter, pompöser und doch leichthändiger Psychedelik-Pop

    Huch, hat jemand den Stream verquirlt? Es klingt jedenfalls kaputt, wie zum Einstieg eine Heliumstimme zu einer diffusen, hellen, sphärischen Harmonie vor sich hin quäkt, darunter hört man ein leises metallisches Bibbern. Es sind aber nur MGMT mit einem folgenlosen, aus purem Daffke gesetzten Effekt. Schnell wird daher der Gesang auf amtliches Tempo entschleunigt, er […]

  • MGMT – Congratulations - Lost in Space

    Irgendwann muss es ein Treffen gegeben haben. Vermutlich telefonierten MGMT aus Malibu, wohin sie sich mit dem Produzenten Pete Kember (Spacemen 3) zurückgezogen hatten, und meldeten Vollzug. Woraufhin sich jemand von der Plattenfirma erwartungsfroh auf den Weg gemacht haben könnte. Denn natürlich hoffte Sony auf eine Fortsetzung jener spektakulären Erfolgsgeschichte des Jahres 2008, als zwei […]

  • MGMT - „Destrokk“

    Vor ihrem Erfolgsalbum „Oracular Spectacular“ gab es schon mal eine EP mit dem Namen „Time To Pretend“, die jetzt als remasterte Version erscheint. Damals hatten sich The Management gerade in MGMT umbenannt und arbeiteten fleißig an ihrer Karriere. Die Songs neben „Destrokk“ auch „Time To Pretend“ sind hier sozusagen in ihren „Rohversionen“ zu hören. Das […]

  • MGMT – Oracular Spectacular - Post-psychedelischer Wundertüten-Klang vom Electro-Hippie-Duo

    Keine Angst, ich werde jetzt nicht 20 bis 30 mittelbekannte Namen nennen, die sich gegenseitig aufheben, nur um das ungeheuer vielseitige Debütalbum dieses bemerkenswerten Duos zu beschreiben. Ich werde auch darauf verzichten, alle innovativen Zweier-Kombis der Musikgeschichte herunterzubeten, wie es das Unmengen schiefe Vergleiche produzierende Info der Plattenfirma tut. Es dürfte sich nämlich herumgesprochen haben, […]